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Fakultät:   Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
 
 
Aufgabe:  

Die Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie ist eine von vier Fakultäten in Deutschland, die in Forschung und Lehre den Wald im Zentrum ihrer Aktivitäten haben. Gegründet wurde die Einrichtung 1868 als "Preußische Forstakademie" mit Sitz in Hann. Münden. Von 1922 bis 1939 wurde sie als eine eigenständige "Forstliche Hochschule" geführt, um in der Folge als Fakultät in die Georg-August-Universität integriert zu werden. Dieser letzte Schritt wurde 1972 durch den Umzug nach Göttingen in die neu errichteten Gebäude am Büsgenweg abgeschlossen.

 

Aufgabe der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung der Ressource "Wald" zu erforschen, diese Erkenntnisse den Studierenden zu vermitteln und in die Praxis umzusetzen. Diese Aufgabe hat neben der wissenschaftlichen Bedeutung auch einen hohen gesellschaftlichen und politischen Stellenwert, da Wälder zahlreiche Funktionen erfüllen, z. B. als Schutzraum für Wasser, Klima, Luft, für den Biotop- und Artenschutz, als Erholungsraum für den Menschen und als Produktionsstätte für Holz und andere Rohstoffe, die in verschiedenen Wirtschaftszweigen eingesetzt werden. Zukünftige Entwicklungen hängen davon ab, geeignete Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln, um auch unter sich schnell ändernden Umweltbedingungen stabile und produktive Waldökosysteme zu erhalten und neue Verwertungsmöglichkeiten für Holz und Holzprodukte zu erschließen.

 

Die Fakultät ist die einzige Institution im nord- und westdeutschen Raum, die das gesamte Spektrum der Forstwissenschaften und Waldökologie abdeckt. Dieser Raum ist gekennzeichnet durch eine sehr große standörtliche Vielfalt, die vom Mittelgebirge über das Berg- und Hügelland, die Lössfluren und alt- und jungpleistozänen Landschaften bis hin zu den Marschen reicht; er wird weiter geprägt durch deutliche Gradienten des menschlichen Einflusses über die Nutzung und externe Belastungen.

 

Die Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen gliedert sich in 13 Institute und das interfakultative Forschungszentrum Waldökosysteme (FZW). In Form von Zweitmitgliedschaften sind Mitglieder der Fakultät mit verschiedenen Forschungs- und Ausbildungszentren verbunden.

 

Aus der lokalen und globalen Bedeutung von Wäldern leiten sich die Forschungsziele und -schwerpunkte der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie ab. Sie sind das Produkt einer Entwicklung in den vergangenen Dekaden, bei der der bis dahin dominierende Forschungsschwerpunkt der Holzproduktion eine Erweiterung in Richtung ökologischer und umweltbezogener, informationsverarbeitender sowie produktverarbeitender Forschung erfahren hat, eingebettet in eine verstärkte Internationalisierung.

 

Im Zentrum der gegenwärtigen Forschung stehen die Aufklärung und Darstellung der Strukturen und Funktionen von Waldökosystemen, ihre Bedeutung für die biotische Diversität und die biogeochemischen Kreisläufe, die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige, d.h. ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche, Nutzung der Ressource "Wald" sowie die Entwicklung von Methoden zur Aufbereitung der Forstprodukte für den menschlichen Gebrauch. Die so gewonnenen Informationen werden benötigt, um die Rolle von Wäldern als Lebensräume und im Stoffhaushalt der Natur aufzuklären, den Wald als Produktionsstätte für Holz und andere Rohstoffe und Nahrungsmittel und auch als Erholungsraum zu nutzen sowie zu erhalten und um die Rohstoffe zu "veredeln", um sie weiteren Nutzungen zugänglich zu machen.

 

Konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten in der Vergangenheit auf die Wälder Deutschlands und Europas, d.h. den temperaten Klimabereich, so wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts insbesondere die Forschung auf die Tropen und Subtropen ausgedehnt, um der gestiegenen Bedeutung der Wälder dieser Regionen für die Weltforstwirtschaft und den globalen Energie- und Stoffhaushalt Rechnung zu tragen.

 

Das Forschungsprofil der Fakultät deckt in einzigartiger Weise die gesamte Breite der forstwirtschaftlichen, waldökologischen, holzbiologischen und holztechnischen Analysen ab, mit Ausnahme der mechanisch-technischen Aufbereitung von Holz.
Die einzelnen aktuellen Forschungsschwerpunkte der Fakultät sind den jeweiligen Institutsberichten zu entnehmen.

 

 

Kooperationen

 

Die Fakultät ist innerhalb der Universität über die an der Fakultät angesiedelten interfakultativen Einrichtungen, das Forschungszentrum Waldökosysteme (FZW) und das Kompetenznetz Nachhaltige Holznutzung (NHN) sowie durch die Mitarbeit in einer Vielzahl von Zentren der Universität mit anderen Fakultäten vernetzt. Genannt seien hier: das Forschungs- und Studienzentrum der Tropen und Subtropen, das Zentrum für Naturschutz, das Zentrum für Informatik, das Zentrum für Biodiversitätsforschung und Ökologie, das Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) und das Zentrum für Statistik.

 

Seit vielen Jahren arbeiten die einzelnen Institute der Fakultät im Rahmen von Vereinbarungen mit international renommierten Partneruniversitäten in der ganzen Welt zusammen. Die Kooperationen verfolgen das Ziel, die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung im Bereich der Forstwissenschaften und Waldökologie zu intensivieren. So sind neben dem Austausch von Studierenden und verstärkter Zusammenarbeit im Rahmen von Prostgraduierten-Programmen auch die gemeinsame Planung und Durchführung von integrierten Forschungsprojekten Ziele dieser internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Die Wissenschaftler der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie kooperieren auf dieser Basis mit Ländern der EU ebenso wie z.B. mit Ländern Osteuropas, Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens.

 

Die Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie hat enge Beziehungen zu ihren "Schwesterfakultäten" in München, Freiburg und Tharandt. Hier findet ein permanenter fachlicher Austausch statt. Ebenfalls bestehen insbesondere zwischen der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie und den Norddeutschen Landesforstverwaltungen (auch Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) traditionell sehr enge Kooperationsbeziehungen.

 


Konferenzen

 

Gemeinsame Forstwissenschaftliche Tagung aller vier deutschen forstlichen Fakultäten und des Deutschen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten im zweijährlichen Turnus.

Personal: