Strukturbaum

 
Fakultät:   Juristische Fakultät
 
 
Aufgabe:  

Die Juristische Fakultät kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Gegründet 1737, verdankt sie ihre besondere Bedeutung dem hannoverschen Geheimen Rat Gerlach Adolph Freiherr von Münchhausen. Dessen Pläne zur Rechtswissenschaft und zum juristischen Studium legten einen besonderen Wert auf die enge Verknüpfung von rechtswissen-schaftlicher Forschung und Lehre - ein Prinzip, dem sich die Juristische Fakultät bei der ihr übertragenen Ausbildung des juristischen Nachwuchses noch heute in besonderem Maße verpflichtet fühlt. Dies gilt sowohl für die drei klassischen Säulen des juristischen Studiums, das Bürgerliche Recht, das Öffentliche Recht und das Strafrecht, als auch für die zugehörigen geschichtlichen und theoretischen Grundlagenfächer. Die rechtswissenschaftliche Forschung kann sich organisatorisch auf das Juristische Seminar als zentrale wissenschaftliche Einrichtung stützen, dem die Seminarbibliothek angeschlossen ist. Diese zentrale Bündelung ermöglicht einen schnellen Zugriff aller in der Forschung Tätigen sowie der Studierenden auf die wissenschaftliche Literatur. Neben der allgemeinen Abteilung, der alle Professorinnen und Professoren angehören, verfügt das Juristische Seminar noch über sechs besondere Abteilungen, die auf bestimmte juristische Wissenschaftsgebiete zugeschnitten sind (vgl. Forschungsschwerpunkte). Schließlich zählen zur Fakultät noch fünf organisatorisch selbständige Institute mit eigenen Spezialbibliotheken des jeweiligen Forschungsschwerpunkts, die der Pflege des wissenschaftlichen Kontaktes über die Fakultät hinaus dienen.

Die rechtswissenschaftliche Forschung stützt sich neben der spezifischen Ausrichtung der einzelnen Lehrstühle (vgl. Darstellung der einzelnen Forschungseinheiten) vor allem auf besondere Abteilungen des Juristischen Seminars sowie die Institute.

Besondere Abteilungen des Juristischen Seminars bestehen gegenwärtig für die Forschungsgebiete Deutsche Rechtsgeschichte (Prof. Schumann, Professor Sellert, em.), Rechtstheorie (Professoren Diederichsen [em.], Heun, Loos, Schreiber [em.], Starck), Internationales und Ausländisches Privat- und Wirtschaftsrecht (Professorin Wendehorst), Kriminologie (Professor Jehle) sowie für das Zentrum für Medizinrecht (Professoren Lipp, Bach, Duttge, Professoren Deutsch [em.], Schreiber [em.]).

Zu den Instituten zählen das Institut für Völkerrecht mit den Abteilungen Völkerrecht und Europarecht, Internationales Wirtschaftsrecht, (Direktoren: Professoren Paulus, Stoll, Schorkopf), das Institut für Allgemeine Staatslehre und Politische Wissenschaften (Direktor: Professor Heun), das Institut für Arbeitsrecht (Professoren Krause und Deinter), das Institut für Römisches und Gemeines Recht (Professor Kroppenberg) sowie das Institut für Landwirtschaftsrecht (Direktor: Professor Martínez). Das Institut für Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung (Professoren Kroppenberg, Schumann, von der Pfordten)

Kooperationen

Neben den zahlreichen Forschungskooperationen, die an den einzelnen Lehrstühlen, Abteilungen und Instituten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland bestehen, unterhält die Fakultät eine besonders intensive Kooperation mit der Universität Nanjing (China), aus der im Jahre 1989 das Deutsch-Chinesische Institut für Wirtschaftsrecht – jetzt das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft - hervorgegangen ist, das dem wechselseitigen Forschungsaustausch dient und um das Verwaltungsrecht erweitert werden soll. Darüber hinaus bestehen universitätsübergreifende Partnerschaften mit den Universitäten Kansai/Osaka, der Tohoku-Universität Sendai (beide Japan), der Universität Inchon (Südkorea), der Nationalen Taiwan Universität in Taipei sowie der Jagellonischen Universität Krakau und der Eötvös-Lorand-Universität in Budapest. Außerdem ist die Juristische Fakultät federführend am Aufbau der Eurofakultät an der Staatlichen Universität Kaliningrad beteiligt, deren Gründung auf eine Initiative des Ostseerates (Council of Baltic Sea States) zurückgeht.

Personal: