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Einrichtung: Museum, Geopark und Sammlungen für Geowissenschaften - Einzelansicht

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Grunddaten
Kurzbezeichnung Museum Einrichtungsart Leitung
Einrichtung Museum, Geopark und Sammlungen für Geowissenschaften Kostenstelle 610760
Zusatzbezeichnung Museum, Geopark und Sammlungen für Geowissenschaften Drucken
Institutsnummer Veranstalter/-in J
Adresse
PLZ 37077 Telefon +49 551 39 7998
Ort Göttingen Fax +49 551 39 7918
Straße Goldschmidtstr. 1 E-Mail-Adresse agehler@gwdg.de
Dienstzimmer Hyperlink http://www.geobiologie.uni-goettingen.de/museum/welcome.htm

Inhalt

Aufgaben

Museum

Die Göttinger Geologischen Institute gehen zurück auf eine Gründung im Jahr 1884. Die Wurzeln des heutigen Museums der Geologischen Institute mit seiner Sammlung reichen bis zum Jahr 1773 zum Königlich Akademischen Museum zurück. Aus den geologisch-paläontologischen Sammlungen entstand 1877 in dem Institutsgebäude an der Berliner Straße ein eigenständiges Museum. 1974 erfolgte der Umzug in das neue Gebäude in der Goldschmidtstraße im Nord-Bereich der Universität, wo die geographischen, mineralogischen und geologischen Institute zur Fakultät Geowissenschaften zusammengeführt wurden. Heute beherbergt das Museum eine der großen geowissenschaftlichen Sammlungen der Bundesrepublik Deutschland. Seine internationale Bedeutung beruht insbesondere auf dem hier hinterlegten Typus- und Belegmaterial von mehr als 1000 wissenschaftlichen Publikationen. Eine museale Ausstellung im Foyer des Hörsaalbereichs ist im Aufbau.

Geopark

Eine der Aufgaben der Universität ist es, ihr Wissens- und Gedankengut, die Ergebnisse ihrer Arbeit auch einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen. Gerade die Geowissenschaften sind dazu in besonderer Weise aufgerufen, denn die Kenntnis geowissenschaftlicher Zusammenhänge, globaler Kreisläufe und das Begreifen der Gegenwart als Momentbild einer dynamischen Entwicklung der Geo-Biosphäre sind entscheidende Voraussetzungen, die unser Handeln für die Bewahrung des Lebensraums Erde und seiner Ressourcen bestimmen müssen. Viel zu wenig wird dieses von Politikern bei ihren Entscheidungen, aber auch von uns allen im täglichen Leben berücksichtigt.

Die Idee des "Geopark Göttingen" ist es, die Dynamik und die Entwicklung der Erdkruste, auf der wir leben, die globalen Kreisläufe, in die wir Menschen eingreifen, und die Geschichte der Erde und des Lebens einer breiten Öffentlichkeit in Beispielen begreifbar und anschaulich zu machen.

Gesteine sind die Dokumente, in denen diese Geschichte überliefert ist, und deshalb sind große spektakuläre Gesteine und Gesteinsstrukturen die bevorzugten Exponate im Geopark. Sie werden ergänzt durch künstliche und künstlerische Modelle, Anpflanzungen aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit. Die heutige Erdkruste und das Leben auf der Erde sind das Ergebnis einer langen Entwicklung. Dokumente, in denen diese Geschichte überliefert ist, sind die Gesteine. Gesteine und Gesteinsstrukturen erschließen uns die zeitlichen und räumlichen Dimensionen und lassen die Gegenwart als Ergebnis dieser Entwicklung der Erde und des Lebens im Fluss der Zeit verstehen. Ungewöhnliche Gesteine und Gesteinsstrukturen sind im Geopark Göttingen zu sehen und zu begreifen und lassen geowissenschaftliche Prozesse und Zusammenhänge erfahren. Der "Geopark Göttingen" soll mit dem Neuen Botanischen Garten und dem Forstbotanischen Garten eine Einheit bilden und damit Teil eines Wissenschaftsparks werden (J. F. Blumenbach-Anlage) im Umfeld der neuen Naturwissenschaftlichen Institute der Universität Göttingen.

1991 wurde mit der Gestaltung des Geoparks begonnen. Seither sind ca. 20 Themen- Gruppen realisiert bzw. in Angriff genommen.

Sammlungen

Die Göttinger Sammlung zählt zu den großen geowissenschaftlichen Sammlungen Deutschlands. Sie enthält in einer ca. 30 000 Schubladen fassenden Movopakt-Anlage erdgeschichtliche und lebensgeschichtliche Dokumente wie Gesteine, Gesteinsstrukturen, Fossilien, Material von Bohrungen etc. Großstücke werden in Regalen aufbewahrt. Bohrkerne oder Bohrproben, Gesteins- oder Fossilmaterial von Examensarbeiten, die nicht auf Dauer aufbewahrt werden, sind in Lagerräumen außerhalb des Instituts gelagert. Die Sammlung gliedert sich in:

  • Systematische Sammlungen (Vertebraten , Invertebraten, Pflanzenfossilien, Mikrofossilien)

  • Regionale-Stratigraphische Sammlung

  • Bernsteinsammlung

  • Lagerstätten-Sammlung

  • Lehr-Sammlungen

Aufgabe der Sammlung ist es, Dokumente der Geschichte der Erde und der Geschichte des Lebens zu bergen, zu erhalten, aufzubewahren, zu erschließen und zu präsentieren. Daraus resultieren folgende Aufgabenbereiche:

  • Bergung und Erhaltung (Präparation und Konservierung) von Gesteinen und Fossilien.

  • Sichere Aufbewahrung in der Sammlung

  • Erfassung des Bestandes in einem wissenschaftlichen Katalog und

  • Bereitstellung von Sammlungsmaterial für die Forschung, für die Lehre und in Ausstellungen.

Eine Liste der Publikationen, die Belegmaterial aus der Göttinger Sammlung behandeln, kann auf Diskette gegen Gebühr bezogen werden.

Neues Beleg- und Sammlungsmaterial wurde in die Sammlung aufgenommen sowie Arbeiten am wissenschaftlichen Katalog wurden fortgeführt. Gastforscher untersuchten Typus- und Beleg-Material. Die Nachfrage von Schulklassen und Gruppen von Erwachsenen nach Führungen im Museum und Geopark, u.a. im Rahmen der EXPO 2000, nahm zu. Im Rahmen der Lehrerfortbildung wurde ein mehrtägiger Kurs angeboten.


Funktionen

Person Funktion Ergänzung
Reitner, Joachim, Prof. Dr. Leiterin / Leiter Leitung
Gehler, Alexander, Dr. rer. nat. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter Kustos
Leschner, Lina Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Kurz, Cornelia, Dr. rer. nat. Lehrbeauftragte / Lehrbeauftragter

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