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Einrichtung: Finnisch-Ugrisches Seminar - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Kurzbezeichnung FUS Einrichtungsart Institut
Einrichtung Finnisch-Ugrisches Seminar Kostenstelle 476-I
Zusatzbezeichnung Finnisch-Ugrisches Seminar Drucken
Institutsnummer Veranstalter/-in J
Adresse
PLZ Telefon +49 551 39 24582
Ort D-37073 Göttingen Fax +49 551 39 21204
Straße Heinrich-Düker-Weg 14 E-Mail-Adresse sekretariat.finnougristik@phil.uni-goettingen.de
Dienstzimmer Hyperlink http://www.finnougristik.uni-goettingen.de

Inhalt

Aufgaben

Die Finnougristik (Finnisch-ugrische Philologie) beschäftigt sich mit Sprache und Kultur der finnisch-ugrischen Völker, d.h. der Finnen, Esten, Karelier, Wepsen, Woten, Ingrier und Liven im nordöstlichen Raum der Ostsee, der Lappen (Samen) in Nordskandinavien, der Mordwinen und Tscheremissen (Mari) an der mittleren Wolga, der Syrjänen (Komi) und Wotjaken (Udmurten) westlich des Urals, der Wogulen (Mansen) und Ostjaken (Chanten) in Westsibirien sowie der Ungarn. Sie schließt, zur Uralistik erweitert, auch die Sprache und Kultur der im nordöstlichsten Teil Europas sowie in Sibirien beheimateten Samojeden ein. Das Fach gründet sich auf die Verwandtschaft der Sprachen dieser Völker, die Disziplin besaß jedoch von ihren Anfängen an auch eine folkloristisch-ethnographische Komponente. Das historisch-vergleichende Studium der finnisch-ugrischen Sprachen, das den Kern der Finnougristik bildet, erfuhr später insbesondere in der Auslandsfinnougristik eine Erweiterung in Hinblick auf synchrone linguistische Fragestellungen (beschreibende Grammatik der Einzelsprachen, Typologie) und die Literaturwissenschaft des Finnischen, Ungarischen und Estnischen. Zur Finnougristik gehört natürlich auch die Geschichte der Disziplin. Das Finnisch-Ugrische Seminar der Universität Göttingen wurde zwar erst im Jahre 1947 gegründet, setzt aber eine Tradition fort, die bis in die Anfänge der Universität zurückgeht. Schon im 18. Jahrhundert war die Universität Göttingen ein Mittelpunkt der Finnougristik: die Tätigkeit von J. D. Michaelis, A. L. v. Schlözer und J. C. Gatterer gilt in der Wissenschaftsgeschichte als die Grundlegung in der Erforschung der finnisch-ugrischen Sprachen und Völker. S. Gyarmathi hat hier seine berühmte "Affinitas" verfaßt und wurde damit einer Begründer der vergleichenden Sprachwissenschaft.

Vergleichend-historische Sprachwissenschaft der finnisch-ugrischen Sprachen, insbesondere Ostseefennistik und Lappologie; historische Grammatik der finnisch-ugrischen Einzelsprachen; Sprachkontakte, besonders im Wolga-Kama-Gebiet; synchrone Grammatik des Ungarischen, Finnischen und Estnischen; Wissenschaftsgeschichte und Geschichte der Finnougristik; Folklore (besonders lappische); Kulturgeschichte; ungarische und finnische Literaturwissenschaft

Kooperationen

Kooperation mit Frau Prof. Dr. Clára Agyagási (Institut für Slavistik, Universität Debrecen/Ungarn) bei der Bearbeitung des tschuwaschischen Nachlasses von August Ahlqvist (19. Jh.). Kooperation mit der Staatlichen N. P. Ogarev-Universität Mordwiniens in Saransk/Russland: Mordwinische Sprachen und Kultur des mordwinischen Volkes; Methodik des Unterrichts dieser Sprachen sowie der deutschen Sprache in Mordwinien; Abfassung und Publikation von Lehrwerken für Studenten der finnisch-ugrischen Sprachen und des Deutschen


Administratoren/Administratorinnen

Kiefer, Simone
Mattsson, Katja

Funktionen

Person Funktion Ergänzung
Winkler, Eberhard, Prof. Dr. Direktorin / Direktor
Mattsson, Katja Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Molnár, Judit, Dr. Lektorin / Lektor
Savolainen, Tiina Lektorin / Lektor
Kiefer, Simone Sekretariat
Kiefer, Simone UniVZ- Beauftragte / UniVZ-Beauftragter

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