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Abteilung:   Abteilung Molekulare Holzbiotechnologie und technische Mykologie
 
 
Aufgabe:   Die Abteilung Molekulare Holzbiotechnologie beschäftigt sich mit der biotechnologischen Anwendung von holzabbauenden Pilzen und deren Enzymen. Die Fruchtkörper vieler Basidiomyzeten sind essbar, aber nur wenige Arten lassen sich bislang kommerziell züchten. Wir untersuchen deshalb mit molekulargenetischen und biochemischen Methoden die Vorgänge der Fruchtkörperbildung an dem Tintling <code>Coprinus cinereus</code>, um unsere Erkenntnisse später auf andere Arten zu übertragen. Fruchtkörper von Basidiomyzeten werden in der Volksmedizin insbesondere in Osteuropa und Asien schon seit Jahrhunderten zum Kurieren von Krankheiten eingesetzt. Fruchtkörper enthalten viele ungewöhnliche sekundäre Stoffwechselprodukte. In Zusammenarbeit mit osteuropäischen Gruppen versuchen wir, Substanzen mit heilender Wirkung zu identifizieren und der kommerziellen Nutzung zugänglich zu machen. Ein anderes Forschungsgebiet umfasst Enzyme des Holzabbaus, z.B. Laccasen und andere Redox-Enzyme mit einem Einsatzpotential in der Holzindustrie. Die natürlichen Eigenschaften solcher Enzyme sind oft nicht optimal für industrielle Prozesse. Durch "Genetic Engineering" verändern wir ihre Aminosäuresequenzen und testen anschließend die Einflüsse dieser Veränderungen auf Enzymeigenschaften. Genetische und molekulare Methoden kommen zum Einsatz bei der Steigerung von Produktionsraten. Unsere Abteilung besitzt eine modernste technische Ausstattung (z.B. LC-MS, GC-MS, Fluoreszenz-Mikroskopie) und eine gute personelle Expertise in Biochemie, Molekularbiologie und Mikrobiologie, um alle Arten von chemisch-biochemischen, genetisch-molekularbiologischen und mikrobiologischen Methoden durchzuführen.
Personal: