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Institut:   Institut für Soziologie
  • Adresse :   Platz der Göttinger Sieben 3,  37073   Göttingen   Telefon: +49 551 39-7201  Fax: +49 551 397692   E-Mail:  
 
 
Aufgabe:  

Die Göttinger Soziologie hat ihren Schwerpunkt in der vergleichenden Analyse gesamtgesellschaftlicher Wirkungszusammenhänge. Untersucht werden die Ursachen und die Ergebnisse des Wandels von Wirtschafts-, Produktions-, Innovations-, Wissens- und (Aus-)Bildungssystemen, des Wandels auch der wohlfahrtstaatlichen Verfasstheit moderner Gesellschaften und ihrer Wertesysteme. Die soziologische Forschung ist damit zwar in erster Linie makrosoziologisch ausgerichtet; sie bezieht dabei aber durchaus meso- und mikrosoziologische Aspekte des sozialen Wandels, wie die Frage nach seinen Trägern und deren handlungsleitenden Ideen, in ihre Analysen mit ein. Die Unterscheidung in eine Mikro- und eine Makroperspektive ist konstitutiv für die Soziologie und verweist auf die große Bandbreite soziologischer Forschungsgegenstände, die von einem einzelnen Institut kaum abgedeckt werden kann. Eine gewisse Spezialisierung und Profilbildung ist somit notwendig. Um der Gefahr einseitiger funktionalistisch-evolutionärer Interpretationen des sozialen Wandels zu begegnen, arbeitet die Göttinger Soziologie theoretisch und empirisch grundsätzlich historisch und/oder international vergleichend. Die Fragen, ob als Antwort auf Herausforderungen der Globalisierung ein neues "europäisches" Sozialmodell entsteht, das das alte ablöst, welche Integrationsleistungen, aber auch Risikolagen und Konflikte dieses "neue" Modell verspricht bzw. mit sich bringt, bilden neben der skizzierten makrosoziologischen und komparativen Ausrichtung die Klammer der aktuellen und geplanten Forschung der am Institut tätigen WissenschaftlerInnen. Diese Forschung läßt sich mit dem Oberbegriff "Ein neues Europäisches Sozialmodell als Antwort auf die Globalisierung?" näher kennzeichnen. Die drei Abteilungen des Instituts bearbeiten diese übergreifende makrosoziologische Fragestellung arbeitsteilig für unterschiedliche Forschungsfelder.

Personal: