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Leitung:   Seminar für Altorientalistik (Assyriologie)
 
 
Aufgabe:  

Die Altorientalistik befasst sich hauptsächlich mit den antiken, vorpersischen und vorgriechischen Kulturen des heutigen Vorderen Orients aus der Zeit von ca. 7000 - 500 v. Chr., wobei das Kernland der altorientalischen Kulturen im heutigen Iraq und Syrien liegt. Die Altorientalistik versteht sich als historische Wissenschaft, die in Göttingen philologische Grundlagenforschung betreibt. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Erschließung und Deutung der reichhaltigen Schriftdenkmäler in akkadischer und sumerischer Sprache aus der Zeit von ca. 3100 - 500 v. Chr. Durch sie lassen sich detaillierte Kenntnisse über das Leben in den hochkomplexen städtischen Gesellschaften des Alten Vorderen Orients gewinnen. Die Vorderasiatische Archäologie bemüht sich um die Erschließung, Dokumentierung und Interpretation der nicht schriftlichen materiellen Hinterlassenschaften der Kulturen des Alten Orients. Heute ist keine Kulturgeschichte, sei es Religions-, Technik-, oder Wirtschaftsgeschichte, ohne Verbindung von Philologie und Archäologie denkbar.

Herausgabe von Neu- oder Erstbearbeitung von Werken altorientalischer Literatur (Hymnen, Epen und zweisprachigen (sumerisch-akkadischen) Ritualen)

  • Studien zur Religionsgeschichte Mesopotamiens im Rahmen des Graduiertenkollegs "Götterbilder" (B. Groneberg).

  • Erarbeitung einer akkadischen Literaturgeschichte (B. Groneberg)

  • Bearbeitung von sumerisch-akkadischen Beschwörungstexten und Ritualen (W. Schramm, in Kooperation mit B. Böck, Madrid)

  • Bearbeitung von lexikalischen Texten aus Assur, DFG-Projekt (F. Weiershäuser).

  • die Erstellung oder Modernisierung von Unterrichtsmaterialien. Hierfür werden schon seit Bestehen des Seminars Lehrbücher (z.B. R. Borger, Babylonisch-Assyrische Lesestücke) und Zeichenlisten veröffentlicht. Eine völlige Neubearbeitung der Assyrisch-Babylonischen Zeichenliste von R. Borger (Prof. em.) ist gerade in der Serie AOAT (Band 305) erschienen. 2003 publizierte W. Schramm (AkOr) ein fast 200 Seiten umfassendes ”Wörterbuch” von Logogrammen, welche aus dem Sumerischen entlehnte Zeichen(kombinationen) sind, die zur Wiedergabe eines akkadischen Wortes in akkadischen Kontexten dienen.

Das Seminar ist beteiligt am Graduiertenkolleg ”Götterbilder-Gottesbild-Weltbilder”. Eine Publikation als Einführung in die Götterwelt Mesopotamiens ist jüngst erschienen: B. Groneberg, Die Götter des Zweistromlandes. Düsseldorf/Zürich, 2004.

Kooperationen

  • Universität Amsterdam - Dozenten- und Studentenaustausch (Erasmus-Programm)

  • Universität Wien, Seminar für Assyriologie - Dozenten- und Studentenaustausch (in Vorbereitung)

Konferenzen

24.06.2002 Wissenschaftliches Kolloquium "Keilschriftliche Dokumente und Manuskripte im Internet. Möglichkeiten und Probleme" (finanziert von der Gerda Henkel Stiftung)

Personal: