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Strukturbaum

 
Institut:   Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie
 
 
Aufgabe:  

Volkskunde ist eine kulturwissenschaftliche Disziplin, die in enger Nachbarschaft zu anderen Kultur- und den Sozialwissenschaften steht. Ziel ihrer Dokumentation und Analyse ist es, mit Hilfe vergleichender Methoden Konstanz und Wandel des Alltagslebens europäischer Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart aufzuzeigen. Sie versteht Kultur als ein Konglomerat normativer Orientierungen, tradierter Werte, symbolischer Ordnungen und sozial konstituierter Dispositionen, das stetig neu ausgehandelt wird. Das Fach blickt auf die Deutungs- und Handlungsmuster von Individuen, Gruppen und Gesellschaften, auf die Kompetenzen und Praktiken, mit denen sie sich in natürlichen und sozialen Umwelten verorten, sich gegenüber sozioökonomischen Bedingungen definieren und ihr Zusammenleben organisieren. Dies schließt die Frage ein, welche Bilder und Vorstellungen sich Menschen von ihrer eigenen und von anderen Gemeinschaften machen. Wissenschaftspraktisch verfolgt das Fach den Anspruch reflexiven Arbeitens in Theorie und Methode in engem Bezug zu ethnographischem Forschen in anderen Ländern, zu anderen Europäischen Ethnologien, zur Kulturanthropologie und -geschichte sowie zur Historischen Anthropologie. Diesem Selbstverständnis als vergleichend arbeitende Erfahrungswissenschaft entsprechend möchte die Volkskunde mit ihren Forschungen auch zum Verständnis soziopolitischer Problematiken und des Wandels spätmoderner europäischer Gesellschaften beitragen.

Gruppenspezifische Formen des Alltagslebens (Arbeit und Freizeit, Fest, Brauch und Spiel, Wohnen, Kleiden, Krankheit und Tod etc.)

Prozesse der Kulturvermittlung in Familie, Altersgruppen, Gemeinde, Schicht und Klasse

Politische Kultur

Geschlechterforschung

Probleme sozialer Randgruppen und Subkulturen

Formen und Prozesse tradierter Kommunikation (z.B. Erzählen und populäre Erzählgattungen, markiertes Sprechen und Ethnopoetik)

Formen und Entwicklung der Massenmedien und -kommunikationsmittel (Film,Fernsehen, Funk, Telefon, Massenliteratur, Computer), Medieninhalte, das Verhältnis sozialer Gruppen zu den Medien sowie die Nutzung und Aneignung Medien in Alltagskontexten

Visuelle Anthropologie

Formen und Entwicklung der materiellen Kultur (Haus, Möbel, Gerät, Nahrung, Bekleidung)

Museologie und Museumspraxis

Regionale Komponenten von Kultur (Heimat und Identität, Auswanderung, Enkulturation, Akkulturation, Integration)

Auseinandersetzung mit der Wissenschaftsgeschichte der Ethnowissenschaften

Kooperationen

Im Rahmen des Erasmus-Programmes bestehen Kooperationen mit folgenden Universitäten:

Barcelona (Spanien)

Basel (Schweiz)

Cork (Irland)

Metz (Frankreich)

Istanbul (Türkei)

Reykjavik (Island)

Szeged (Ungarn)

Wien (Österreich

Zürich (Schweiz)

Mit weiteren möglichen Partneruniversitäten steht das Seminar derzeit in Verhandlungen.

Im Rahmen des KASS-Projekts bestehen internationale Kontakte außer zu den beteiligten deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten zu solchen in:

Frankreich (France)

Italien (Italy)

Kroatien (Croatia)

Österreich (Austria)

Polen (Poland)

Russland (Russia)

Schweden (Sweden)

Konferenzen

Tagungsplanung und Durchführung: Dadurch, dass das Präsidium von SIEF z.Zeit durch Regina Bendix geleitet wird, ist unsere Abteilung auch in die Planung der Internationalen Tagung, Marseille, April 26-30, 2004, involviert: Among Others: Conflict and Encounter in European and Mediterranean Societies Organized by SIEF (Societé Internationale d'Ethnologie et de Folklore) jointly with ADAM (Associations d'Anthropologie Mediterréenne). For further details, please see conference website on http://www.meertens.knaw.nl/sief/

nternationale Tagung: Schläfer, Maulwürfe, Märtyrer: geheime Identifizierung, gesellschaftliche Integration und die unterschiedliche Begrifflichkeit von Freiheit Gefördert durch TransCOOP Mittel der Humboldtstiftung des Lehrstuhls für Internationale Politik, München, Mittel der Lindemann Stiftung der Universitätsstiftung Göttingen sowie durch SIEF Vom 6.-8. 10.2002 tagten 18 Ethnologen, Politologen, Soziologen und Literaturwissenschaftler aus Europa und den USA im Tagungshaus Waldschlösschen bei Reinhausen. Die Problematik des Konzeptes des "Schläfers", das nach den Terroranschlägen vom 12. September 2001 durch die Presse geisterte, wurde aus interdisziplinärer Perspektive und anhand von historischen und gegenwärtigen Fallstudien vergleichend diskutiert. Die in englischer Sprache abgehaltene Tagung wurde aufgenommen. Die Abstracts und Auszüge aus der Diskussion werden auf der Internetseite von SIEF veröffentlicht werden. Die Mehrzahlt der Konferenzbeiträge wird als Sondernummer der Zeitschrift Ethnologia Europaea erscheinen (Nummer 2, 2003)

Personal: