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Leitung:   Seminar für Ägyptologie und Koptologie
 
 
Aufgabe:  

Ägyptologie und Koptologie lassen sich den historischen Kulturwissenschaften zuordnen. Dank der langen Dauer der ägyptischen Zivilisation, der relativen Ungestörtheit ihrer Entwicklung und der außerordentlich großen Quellenmenge kann ihrer Erforschung Modellcharakter für Untersuchungen zur Entwicklung menschlicher Gesellschaften zugemessen werden.

Der geokulturelle Raum des Alten Ägypten deckt sich annähernd mit dem des heutigen; berücksichtigt werden des weiteren die traditionellen vorderasiatischen und afrikanischen Einflußzonen Ägyptens (Syrien, Palästina; Nordsudan); der Gegenstandsbereich wird durch das Neolithikum und durch die römisch-frühchristliche Epoche zeitlich begrenzt. Das koptische Ägypten (3.-11. Jh. n. Chr. mit Ausläufern in die Moderne) ist aufgrund seiner besonders günstigen Quellenlage von zentraler Bedeutung für religionswissenschaftliche Fragestellungen zu Spätantike und Christentum (Wechselwirkung zwischen den Religionssystemen, Entstehung einer spezifischen Form des Christentums). Als in mehrfacher Hinsicht multikulturelle Gesellschaft ist das spätantike Ägypten ein hervorragender Studiengegenstand für die Beschreibung verschiedener Typen inter- und intrakultureller Kontakte.

Das Seminar für Ägyptologie und Koptologie deckt in Forschung und Lehre die meisten Bereiche der über viertausendjährigen Geschichte und Kultur des pharaonischen und christlichen Ägypten ab. Die Ausbildung von Ägyptologen ist seit 1867 an der Universität Göttingen institutionalisiert ([Geschichte der Ägyptologie in Göttingen] http://www.aegyptologie.uni-goettingen.de/goe/histaegyframe.htm ), koptische Studien werden seit 1869 betrieben ([Geschichte der Koptologie] http://www.aegyptologie.uni-goettingen.de/goe/histkoptframe.htm ). Sowohl Ägyptologie als auch Koptologie können als Hauptfach und Nebenfach im Magister- und Promotionsstudiengang studiert werden ([Information] http://www.aegyptologie.uni-goettingen.de//about.htm ).

Traditionell gibt es seit Beginn ägyptologischer Forschungsarbeit in Göttingen zwei Schwerpunkte: ägyptologische und koptologische Sprach- und Literaturgeschichtsforschung und die ägyptische Religionsgeschichte.

Das Seminar ist beteiligt an dem von Seminaren der Philosophischen und Theologischen Fakultät getragenen und seit 1. 1. 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkolleg "Götterbilder-Gottesbilder-Weltbilder"

http://www.theologie.uni-goettingen.de/ger/graduiertenkolleg.htm

Kooperationen

  • Universität Kairo (Ausbildung ägyptischer Doktoranden)

  • Hebrew University, Jerusalem (Projekt: Typologie und Gebrauch der Hieroglyphenschrift)

  • Universität Basel (Herausgabe der Zeitschrift Lingua Aegyptia)

Konferenzen

  1. November 2002: Ägypten in der preußischen Provinz - Zur Entstehung ägyptologischer und koptologischer Wissenschaft in Göttingen. Kolloquium zum 175. Geburtstag von Heinrich Brugsch und Paul de Lagarde (Organisation: Heike Behlmer)
Personal:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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