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Vorlesungsverzeichnis    
 
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Die Anmeldungen zu den Veranstaltungen im Stud.IP sind für das SoSe ab dem 15.03. und für das WiSe ab dem 15.09. möglich (bzw. ab dem nächstfolgenden Werktag, sofern diese Fristen auf ein Wochenende oder einen Feiertag fallen).

Fragen zum Lehrangebot beantwortet die Fachstudienberatung des Philosophischen Seminars, E-Mail:  sweber2@gwdg.de

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen auf der Homepage!


 
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SoSe 2021    4508735     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Beyer

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 14:15 bis
15:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 14:00 bis
16:00
Klausur 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag 14:00 bis
16:00
Wiederh. Klausur 03.09.2021 bis
03.09.2021
 



Kommentar:

Dieses Proseminar führt (im Anschluß an eine kurze allgemeine Einführung in die Philosophie) anhand der Lektüre verschiedener Texte, darunter Gottlob Freges Aufsatz "Über Sinn und Bedeutung", Auszüge aus Edmund Husserls I. Logischer Untersuchung und Aufsätze zur Sprechakttheorie von John Searle, in die Sprachphilosophie und damit in einen Kernbereich der theoretischen Philosophie ein.



Literatur:
  • Gottlob Frege: "Über Sinn und Bedeutung", in: ders., Funktion, Begriff, Bedeutung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1986 u.ö.
  • Edmund Husserl: Logische Untersuchungen, Zweiter Band, Erster Teil (Husserliana XIX/1), I. Untersuchung: Ausdruck und Bedeutung, Drittes Kapitel:  Das Schwanken der Wortbedeutungen und die Idealität der Bedeutungseinheit (§§ 24-29).
  • Jay F. Rosenberg: Philosophieren - Ein Handbuch für Anfänger, Frankfurt/Main: Klostermann 1986 u.ö..
  • Bertrand Russell: "Über das Kennzeichnen", in: ders., Philosophische und politische Aufsätze, Stuttgart: Reclam 1971, S. 3-22
  • Eike von Savigny: "J. L. Austins Theorie der Sprechakte", Einleitung zu: John L. Austin, Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), Stuttgart: Reclam ²1979.
  • John Searle: "Was ist ein Sprechakt?", in: Uwe Wirth (Hg.), Performanz, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002, S. 83-103.
  • John Searle: Ausdruck und Bedeutung - Untersuchungen zur Sprechakttheorie, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1982.
  • Ursula Wolf (Hg.), Eigennamen - Dokumentation einer Kontroverse, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1993

 
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SoSe 2021    4508735     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Beyer

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 14:15 bis
15:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 14:00 bis
16:00
Klausur 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag 14:00 bis
16:00
Wiederh. Klausur 03.09.2021 bis
03.09.2021
 



Kommentar:

Dieses Proseminar führt (im Anschluß an eine kurze allgemeine Einführung in die Philosophie) anhand der Lektüre verschiedener Texte, darunter Gottlob Freges Aufsatz "Über Sinn und Bedeutung", Auszüge aus Edmund Husserls I. Logischer Untersuchung und Aufsätze zur Sprechakttheorie von John Searle, in die Sprachphilosophie und damit in einen Kernbereich der theoretischen Philosophie ein.



Literatur:
  • Gottlob Frege: "Über Sinn und Bedeutung", in: ders., Funktion, Begriff, Bedeutung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1986 u.ö.
  • Edmund Husserl: Logische Untersuchungen, Zweiter Band, Erster Teil (Husserliana XIX/1), I. Untersuchung: Ausdruck und Bedeutung, Drittes Kapitel:  Das Schwanken der Wortbedeutungen und die Idealität der Bedeutungseinheit (§§ 24-29).
  • Jay F. Rosenberg: Philosophieren - Ein Handbuch für Anfänger, Frankfurt/Main: Klostermann 1986 u.ö..
  • Bertrand Russell: "Über das Kennzeichnen", in: ders., Philosophische und politische Aufsätze, Stuttgart: Reclam 1971, S. 3-22
  • Eike von Savigny: "J. L. Austins Theorie der Sprechakte", Einleitung zu: John L. Austin, Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), Stuttgart: Reclam ²1979.
  • John Searle: "Was ist ein Sprechakt?", in: Uwe Wirth (Hg.), Performanz, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002, S. 83-103.
  • John Searle: Ausdruck und Bedeutung - Untersuchungen zur Sprechakttheorie, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1982.
  • Ursula Wolf (Hg.), Eigennamen - Dokumentation einer Kontroverse, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1993


SoSe 2021    4508738     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Klingner

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In der Philosophiegeschichte wird mit dem Begriff 'Aufklärung" zumeist die Epoche zwischen 1650 und 1800 bezeichnet, die in Europa insbesondere durch Ideen wie Autonomie oder Rechtsstaatlichkeit und durch Tendenzen wie wissenschaftlicher und technischer Fortschritt oder Emanzipation von gesellschaftlichen und religiösen Traditionen geprägt ist. Besonders in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verstanden sich zahlreiche Vertreter:innen der Bildungseliten, mitunter sogar Monarchen selbst als 'Aufklärer".

In dem Proseminar werden ausgewählte Texte aus dem "Zeitalter der Aufklärung" zu den Themen 'Wissenschaft", 'Moral" und 'Religion" gelesen und diskutiert. Um einen guten und differenzierten Überblick zustande zu bringen, werden auch Texte von weniger prominenten Autor:innen besprochen. Neben der Vermittlung der historischen Problemlagen und Argumente geht es dabei auch um die Frage, inwiefern unter 'Aufklärung" nicht nur als ein historischer Zeitraum, sondern ein noch 'unvollendetes Projekt" verstanden werden kann.

Die Texte werden zur Verfügung gestellt.



SoSe 2021    4508739     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 14:15 bis
15:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Donnerstag   Abgabe Essay 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 30.09.2021 bis
30.09.2021
 



Kommentar:

Je intelligenter und autonomer Maschinen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Situationen geraten, die ihnen moralische Entscheidungen abverlangen. Doch können Maschinen überhaupt moralisch handeln und sollen sie es? Wie baut man eine moralische Maschine? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Maschinenethik, ein neues Forschungsgebiet an der Schnittstelle von Philosophie, Informatik und Robotik. Das Seminar führt in die Grundlagen der Maschinenethik ein und diskutiert als Anwendungsbereiche der Maschinenethik Kriegsroboter, Pflegesysteme und das autonome Fahren. Das Thema berührt Grundfragen der allgemeinen und angewandten Ethik sowie der Philosophie des Geistes, in die auf diesem Weg ebenfalls eingeführt wird.



Literatur:

Textgrundlage: Catrin Misselhorn: Grundfragen der Maschinenethik, Reclam: Dietzingen, 4. Auflage 2020 (zur Anschaffung empfohlen).



SoSe 2021    4508740     Proseminar    3 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Poljansek

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 10:15 bis
11:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Proseminar werden wir uns mit Grundthemen der philosophischen Ästhetik beschäftigen. Dabei verfolgt das Seminar einerseits das Anliegen, einen Überblick über klassische Positionen der philosophischen Ästhetik (wie etwa derjenigen von Baumgarten, Kant, Hegel und Adorno) zu bieten, andererseits wollen wir uns dabei zugleich grundsätzliche Fragestellungen der philosophischen Ästhetik bis in die Gegenwart in gemeinsamer Lektüre und Diskussion erschließen und uns so mit ihnen vertraut machen.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Grundthemen der philosophischen Ästhetik liegt ein weiterer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung und Einübung grundlegender Methoden philosophischen Arbeitens. Im Einzelnen geht es dabei um die Fragen: 1) Wie man sich eigenständig schwierige Texte erschließt und verstehbar macht. 2) Wie man schlüssig für oder gegen philosophische Überzeugungen argumentiert. 3) Wie man einen überzeugenden philosophischen Text verfasst.

Das Seminar wird hierzu von einem Tutorium begleitet, in dem insbesondere die formalen Standards wissenschaftlichen Arbeitens im Fokus stehen werden.



Organisatorisches:

Das PS findet wöchentlich zweistündig statt. Die verbleibende 1 SWS wird in Absprache mit den Studierenden entweder kompakt oder asynchron angeboten.



SoSe 2021    4509171     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Bucka
--- Keine Veranstaltungstermine bekannt ---
--- Keine Veranstaltungstermine bekannt ---


 
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SoSe 2021    4508736     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Brandhorst

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In diesem Proseminar gehen wir der Frage nach, wie sich die Idee des Glücks zur Idee der Moral verhält. Schon in der antiken Ethik wurde lebhaft diskutiert, welchen Beitrag Tugend für das glückliche Leben leistet. Ist sie dafür unverzichtbar oder steht sie dem Glück eher im Weg? Wir verfolgen diese Frage vor dem Hintergrund von wichtigen Autoren der Philosophiegeschichte, deren Antworten auf diese Frage sehr verschieden ausgefallen sind. Platon etwa setzt sich kritisch mit dem Vorwurf auseinander, dass Moral als bloße Konvention die Besten unterdrückt und sie am Erreichen des Glücks hindert. Aristoteles versucht, die Tugend als den wesentlichen Teil eines glücklichen Lebens für den Menschen auszuweisen, während für den Stoiker Seneca die Tugend sogar mit dem wahren Glück zusammenfällt. Für Augustinus gibt es kein Glück ohne die Beziehung zu einem christlich verstandenen Gott. In der Moderne wird die Idee des Glücks grundsätzlich neu gedeutet, wie sich exemplarisch bei Hobbes, Locke und Kant ablesen lässt. Der Kreis schließt sich mit dem Blick auf Nietzsche, der so wie die Gegner Platons die Moral und das gute Leben als Gegensatz versteht und die Moral im Namen der Idee des guten Lebens kritisiert.



Organisatorisches:

Teilnahmebegrenzung 60



Literatur:

Die Textauszüge werden im Stud.IP verfügbar sein.


 
Die Überschrift b) Basisseminar (Proseminar) aufklappen  b) Basisseminar (Proseminar)    
   
SoSe 2021    4508736     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Brandhorst

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In diesem Proseminar gehen wir der Frage nach, wie sich die Idee des Glücks zur Idee der Moral verhält. Schon in der antiken Ethik wurde lebhaft diskutiert, welchen Beitrag Tugend für das glückliche Leben leistet. Ist sie dafür unverzichtbar oder steht sie dem Glück eher im Weg? Wir verfolgen diese Frage vor dem Hintergrund von wichtigen Autoren der Philosophiegeschichte, deren Antworten auf diese Frage sehr verschieden ausgefallen sind. Platon etwa setzt sich kritisch mit dem Vorwurf auseinander, dass Moral als bloße Konvention die Besten unterdrückt und sie am Erreichen des Glücks hindert. Aristoteles versucht, die Tugend als den wesentlichen Teil eines glücklichen Lebens für den Menschen auszuweisen, während für den Stoiker Seneca die Tugend sogar mit dem wahren Glück zusammenfällt. Für Augustinus gibt es kein Glück ohne die Beziehung zu einem christlich verstandenen Gott. In der Moderne wird die Idee des Glücks grundsätzlich neu gedeutet, wie sich exemplarisch bei Hobbes, Locke und Kant ablesen lässt. Der Kreis schließt sich mit dem Blick auf Nietzsche, der so wie die Gegner Platons die Moral und das gute Leben als Gegensatz versteht und die Moral im Namen der Idee des guten Lebens kritisiert.



Organisatorisches:

Teilnahmebegrenzung 60



Literatur:

Die Textauszüge werden im Stud.IP verfügbar sein.



SoSe 2021    4508738     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Klingner

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In der Philosophiegeschichte wird mit dem Begriff 'Aufklärung" zumeist die Epoche zwischen 1650 und 1800 bezeichnet, die in Europa insbesondere durch Ideen wie Autonomie oder Rechtsstaatlichkeit und durch Tendenzen wie wissenschaftlicher und technischer Fortschritt oder Emanzipation von gesellschaftlichen und religiösen Traditionen geprägt ist. Besonders in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verstanden sich zahlreiche Vertreter:innen der Bildungseliten, mitunter sogar Monarchen selbst als 'Aufklärer".

In dem Proseminar werden ausgewählte Texte aus dem "Zeitalter der Aufklärung" zu den Themen 'Wissenschaft", 'Moral" und 'Religion" gelesen und diskutiert. Um einen guten und differenzierten Überblick zustande zu bringen, werden auch Texte von weniger prominenten Autor:innen besprochen. Neben der Vermittlung der historischen Problemlagen und Argumente geht es dabei auch um die Frage, inwiefern unter 'Aufklärung" nicht nur als ein historischer Zeitraum, sondern ein noch 'unvollendetes Projekt" verstanden werden kann.

Die Texte werden zur Verfügung gestellt.



SoSe 2021    4508739     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 14:15 bis
15:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Donnerstag   Abgabe Essay 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 30.09.2021 bis
30.09.2021
 



Kommentar:

Je intelligenter und autonomer Maschinen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Situationen geraten, die ihnen moralische Entscheidungen abverlangen. Doch können Maschinen überhaupt moralisch handeln und sollen sie es? Wie baut man eine moralische Maschine? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Maschinenethik, ein neues Forschungsgebiet an der Schnittstelle von Philosophie, Informatik und Robotik. Das Seminar führt in die Grundlagen der Maschinenethik ein und diskutiert als Anwendungsbereiche der Maschinenethik Kriegsroboter, Pflegesysteme und das autonome Fahren. Das Thema berührt Grundfragen der allgemeinen und angewandten Ethik sowie der Philosophie des Geistes, in die auf diesem Weg ebenfalls eingeführt wird.



Literatur:

Textgrundlage: Catrin Misselhorn: Grundfragen der Maschinenethik, Reclam: Dietzingen, 4. Auflage 2020 (zur Anschaffung empfohlen).



SoSe 2021    4508741     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Privitera

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 14:15 bis
15:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wir werden uns im Seminar mit den beiden Schriften "Über die Freiheit" und "Die Unterwerfung der Frauen" beschäftigen. Beide Texte wurden lange dem einflussreichen Philosophen und Politiker John Stuart Mill alleine zugeschrieben, obwohl einiges dafür spricht, dass er und seine Frau, Harriet Taylor Mill, sie gemeinsam verfasst haben. "Über die Freiheit" gilt als ein Klassiker des Liberalismus. Die Mills warnen darin vor einer Tyrannei der Mehrheit und verteidigen den Wert individueller Freiheitsrechte wie der Meinungsfreiheit oder der Freiheit nach den eigenen Vorlieben zu leben, auch wenn dies den Konventionen widerspricht. "Über die Unterwerfung der Frau" ist weniger bekannt, war jedoch im viktorianischen England absolut revolutionär und kann als Anwendungsbeispiel der Gedanken gelesen werden, die in "Über die Freiheit" entwickelt werden. Die Mills argumentieren hier zum Beispiel, dass Frauen und Männer ein gleiches Recht auf Bildung und gleiche berufliche Chancen haben sollten, dass für Frauen und Männer gleiches aktives und passives Wahlrecht gelten sollte und dass das viktorianische Eherecht einer Versklavung der Frauen gleichkommt.



SoSe 2021    4508803     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   35     Dozent:   Schroth

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 10:15 bis
11:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Das Proseminar bietet eine Einführung in den Utilitarismus anhand klassischer Texte der Utilitaristen Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Henry Sidgwick, G. E. Moore, R. M. Hare und Peter Singer. Wenn noch Zeit bleibt lesen wir anschließend kritische Texte zum Utilitarismus von Bernard Williams, John Rawls oder Will Kymlicka.



Literatur:

Textgrundlage ist das Buch:
Jörg Schroth (Hrsg.): Texte zum Utilitarismus, Stuttgart: Reclam 2016.



SoSe 2021    4508864     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Gisbertz-Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 16:15 bis
17:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abg. HA/Kl n. Termin 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Die Bioethik ist derjenige Teil der Moralphilosophie, der sich mit der Anwendung moralphilosophischer Erkenntnisse und Argumente auf das Verhältnis von Menschen zum Leben (bios) beschäftigt - von grundlegenden Fragen, wann menschliches Leben beginnt und endet, über medizinethische und biotechnische Probleme wie Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe oder Klonen bis hin zu unserem Umgang mit Tieren und der Umwelt. In diesem Proseminar werden wir uns einige bioethische Fragestellungen anhand ausgewählter Literatur näher anschauen, um daran Grundlagen der Moralphilosophie sowie Methoden des philosophischen Arbeitens und Schreibens zu erlernen. Es richtet sich vor allem an Studierende der Philosophie und verwandter Fächer wie Werte und Normen in den ersten Semestern sowie an Jurastudierende, die ihre rechtsphilosophische Kompetenz in Vorbereitung auf den entsprechenden Studienschwerpunkt stärken möchten.

Dieses Proseminar zielt insbesondere auch die Vermittlung methodischer Kompetenzen. Regelmäßige und aktive Teilnahme - auch in Form der Diskussion eigener Texte - werden daher vorausgesetzt.



Organisatorisches:

Das Proseminar ist eine Lehrveranstaltung des Philosophischen Seminars. Jura-Studierende können eine vorbereitende Leistung erbringen.



Literatur:

Die zu besprechenden Texte werden im StudIP bereitgestellt.



SoSe 2021    4509171     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Bucka
--- Keine Veranstaltungstermine bekannt ---
--- Keine Veranstaltungstermine bekannt ---


 
Die Überschrift B.Phi.03 Basismodul Geschichte der Philosophie aufklappen  B.Phi.03 Basismodul Geschichte der Philosophie    
 
Die Überschrift a) Einführungskurs aufklappen  a) Einführungskurs    
   
SoSe 2021    4504263     Vorlesung    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   80     Dozent:   Ludwig

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 18:15 bis
19:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 18:00 bis
19:00
Klausur 19.07.2021 bis
19.07.2021
 



Kommentar:

Die Vorlesung soll einen Überblick über die Epochen der Philosophiegeschichte bieten. Es wird nicht darum gehen, die Lehren einzelner Philosophen vorzustellen, denn über diese können und sollten sich Studierende der Philosophie anhand der zahlreichen Lehrbuchdarstellungen im Selbststudium informieren. Vielmehr soll eine erste, orientierende Vorstellung davon vermittelt werden, auf welche Weise sich in den unterschiedlichen Epochen der abendländischen Geschichte jene Problemstellungen und damit verbundenen Lösungsversuche herausgebildet haben, die wir heute zur philosophischen Tradition zusammenfassen und vor deren Hintergrund zahlreiche aktuelle philosophische Debatten überhaupt erst möglich werden. Dieser Überblick wird sich daher mehr an Fragestellungen und Diskussionen auslösenden Werken als an Personen orientieren.


 
Die Überschrift b) Basisseminar (Proseminar) aufklappen  b) Basisseminar (Proseminar)    
   
SoSe 2021    4508736     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Brandhorst

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In diesem Proseminar gehen wir der Frage nach, wie sich die Idee des Glücks zur Idee der Moral verhält. Schon in der antiken Ethik wurde lebhaft diskutiert, welchen Beitrag Tugend für das glückliche Leben leistet. Ist sie dafür unverzichtbar oder steht sie dem Glück eher im Weg? Wir verfolgen diese Frage vor dem Hintergrund von wichtigen Autoren der Philosophiegeschichte, deren Antworten auf diese Frage sehr verschieden ausgefallen sind. Platon etwa setzt sich kritisch mit dem Vorwurf auseinander, dass Moral als bloße Konvention die Besten unterdrückt und sie am Erreichen des Glücks hindert. Aristoteles versucht, die Tugend als den wesentlichen Teil eines glücklichen Lebens für den Menschen auszuweisen, während für den Stoiker Seneca die Tugend sogar mit dem wahren Glück zusammenfällt. Für Augustinus gibt es kein Glück ohne die Beziehung zu einem christlich verstandenen Gott. In der Moderne wird die Idee des Glücks grundsätzlich neu gedeutet, wie sich exemplarisch bei Hobbes, Locke und Kant ablesen lässt. Der Kreis schließt sich mit dem Blick auf Nietzsche, der so wie die Gegner Platons die Moral und das gute Leben als Gegensatz versteht und die Moral im Namen der Idee des guten Lebens kritisiert.



Organisatorisches:

Teilnahmebegrenzung 60



Literatur:

Die Textauszüge werden im Stud.IP verfügbar sein.



SoSe 2021    4508738     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Klingner

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In der Philosophiegeschichte wird mit dem Begriff 'Aufklärung" zumeist die Epoche zwischen 1650 und 1800 bezeichnet, die in Europa insbesondere durch Ideen wie Autonomie oder Rechtsstaatlichkeit und durch Tendenzen wie wissenschaftlicher und technischer Fortschritt oder Emanzipation von gesellschaftlichen und religiösen Traditionen geprägt ist. Besonders in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verstanden sich zahlreiche Vertreter:innen der Bildungseliten, mitunter sogar Monarchen selbst als 'Aufklärer".

In dem Proseminar werden ausgewählte Texte aus dem "Zeitalter der Aufklärung" zu den Themen 'Wissenschaft", 'Moral" und 'Religion" gelesen und diskutiert. Um einen guten und differenzierten Überblick zustande zu bringen, werden auch Texte von weniger prominenten Autor:innen besprochen. Neben der Vermittlung der historischen Problemlagen und Argumente geht es dabei auch um die Frage, inwiefern unter 'Aufklärung" nicht nur als ein historischer Zeitraum, sondern ein noch 'unvollendetes Projekt" verstanden werden kann.

Die Texte werden zur Verfügung gestellt.



SoSe 2021    4508741     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Privitera

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 14:15 bis
15:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wir werden uns im Seminar mit den beiden Schriften "Über die Freiheit" und "Die Unterwerfung der Frauen" beschäftigen. Beide Texte wurden lange dem einflussreichen Philosophen und Politiker John Stuart Mill alleine zugeschrieben, obwohl einiges dafür spricht, dass er und seine Frau, Harriet Taylor Mill, sie gemeinsam verfasst haben. "Über die Freiheit" gilt als ein Klassiker des Liberalismus. Die Mills warnen darin vor einer Tyrannei der Mehrheit und verteidigen den Wert individueller Freiheitsrechte wie der Meinungsfreiheit oder der Freiheit nach den eigenen Vorlieben zu leben, auch wenn dies den Konventionen widerspricht. "Über die Unterwerfung der Frau" ist weniger bekannt, war jedoch im viktorianischen England absolut revolutionär und kann als Anwendungsbeispiel der Gedanken gelesen werden, die in "Über die Freiheit" entwickelt werden. Die Mills argumentieren hier zum Beispiel, dass Frauen und Männer ein gleiches Recht auf Bildung und gleiche berufliche Chancen haben sollten, dass für Frauen und Männer gleiches aktives und passives Wahlrecht gelten sollte und dass das viktorianische Eherecht einer Versklavung der Frauen gleichkommt.



SoSe 2021    4508803     Proseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   35     Dozent:   Schroth

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 10:15 bis
11:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Das Proseminar bietet eine Einführung in den Utilitarismus anhand klassischer Texte der Utilitaristen Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Henry Sidgwick, G. E. Moore, R. M. Hare und Peter Singer. Wenn noch Zeit bleibt lesen wir anschließend kritische Texte zum Utilitarismus von Bernard Williams, John Rawls oder Will Kymlicka.



Literatur:

Textgrundlage ist das Buch:
Jörg Schroth (Hrsg.): Texte zum Utilitarismus, Stuttgart: Reclam 2016.


 
Die Überschrift B.Phi.04: Basismodul Logik aufklappen  B.Phi.04: Basismodul Logik    
   
SoSe 2021    4507891     Vorlesung    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   230     Dozent:   Beyer

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 16:15 bis
17:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 16:00 bis
18:00
Klausur 14.07.2021 bis
14.07.2021
 
Mittwoch 16:00 bis
18:00
Wiederh. Klausur 22.09.2021 bis
22.09.2021
 



Kommentar:

Was ist ein Argument? Wann ist ein Argument formal schlüssig (folgerichtig, zwingend)? Wie formalisiert man ein Argument? Ausgehend von diesen Fragen bietet der Kurs eine Einführung in die klassische Aussagen- und Prädikatenlogik erster Stufe mit Identität. Das Tutorium dient der Nachbereitung des Vorlesungsstoffes und der Klausurvorbereitung. Alle Teilnehmer erhalten auf Stud.IP Woche für Woche ein Blatt mit Übungsaufgaben, die im Tutorium besprochen werden, und ein Vorlesungshandout, das  sich an E. J. Lemmons Lehrbuch Beginning Logic orientiert.



Organisatorisches:

Die Veranstaltung wird durch ein Tutorium begleitet, in dem der Stoff wiederholt wird und Übungseinheiten bearbeitet werden. Es stehen mehrere Tutorien bzw. verschiedene Termine zur Auswahl.

Die Termine für die Tutorien werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.



Literatur:

E. J. Lemmon, Beginning Logic, London: Van Nostrand Reinhold



SoSe 2021    4509158     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Ritz

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 




Tutorium 2 zur Vorlesung "Einführung in die Logik"
SoSe 2021    4509159     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Zhang

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 16:15 bis
17:45
wöch. 19.04.2021 bis
12.07.2021
 




SoSe 2021    4509160     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Staats

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 14:15 bis
15:45
wöch. 20.04.2021 bis
13.07.2021
 




SoSe 2021    4509161     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Nüßer

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 16:15 bis
17:45
wöch. 20.04.2021 bis
13.07.2021
 




SoSe 2021    4509162     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Rieß

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 10:15 bis
11:45
wöch. 21.04.2021 bis
14.07.2021
 




SoSe 2021    4509163     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Braunwarth

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 14:15 bis
15:45
wöch. 21.04.2021 bis
14.07.2021
 




SoSe 2021    4509164     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Moshou

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 14:15 bis
15:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 




SoSe 2021    4509165     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Lehnert

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 10:15 bis
11:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 



 
Die Überschrift Aufbaumodule aufklappen  Aufbaumodule    
 
Die Überschrift B.Phi.05 Aufbaumodul Theoretische Philosophie aufklappen  B.Phi.05 Aufbaumodul Theoretische Philosophie    
   
SoSe 2021    4508718     Vorlesung    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   100     Dozent:   Beyer

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 16:15 bis
17:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 16:00 bis
18:00
Klausur 13.07.2021 bis
13.07.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Die Vorlesung führt anhand verschiedener Konzeptionen des Wissens und der Rechtfertigung auf höherem Niveau in die moderne Erkenntnistheorie ein, die am Ende der Veranstaltung auch auf Husserls Transzendentalphänomenologie bezogen wird. Die Teilnehmenden sollen zur Vorbereitung auf die einzelnen Vorlesungen einschlägige Texte studieren.



Literatur:

Christian Beyer, Husserl's Transcendental Phenomenology Considered in the Light of (Recent) Epistemology. In: Bo Mou und Richard Tieszen (Hrsg.), Constructive Engagement of Analytic and Continental Approaches in Philosophy: From the Vantage Point of Comparative Philosophy, Leiden: Brill Academic Publishing 2013, 11-31.

Peter Bieri (Hg.), Analytische Philosophie der Erkenntnis, Frankfurt/M.: Athenäum 1987.

Elke Brendel, Wissen, Berlin/Boston: Walter de Gruyter2013.

Thomas Grundmann (Hg.), Erkenntnistheorie - Positionen zwischen Tradition und Gegenwart, Paderborn: mentis 2001.

William Alston, Epistemic Justification, Ithaca/London: Cornell UP 1989.

Ernest Sosa und Laurence BonJour, Epistemic Justification, Oxford: Blackwell 2003.



SoSe 2021    4508752     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Dörflinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
keine Angabe   Block 21.09.2021 bis
24.09.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag   schriftliche Prüfung 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 25.11.2021 bis
25.11.2021
 



Kommentar:

In seiner theoretischen Philosophie hat Kant ausgeschlossen, dass in Hinsicht auf Gott Erkenntnis möglich sei. Seine praktische Philosophie ist als Ethik der Autonomie keine theonome Ethik, beansprucht also keinen Gott zur Grundlegung der Moral. Konsequenzialistische Überlegungen zur Moral führen ihn allerdings dazu, die Gottesidee für notwendig sowie den Glauben an Gott und eine reine Vernunftreligion für legitimiert zu halten. Diese Überlegungen sollen im Seminar textnah nachvollzogen und kritisch diskutiert werden. Textgrundlage dafür soll sein: 1. die Paragraphen 86 - 88 der "Kritik der Urteilskraft" und 2. die Vorreden zu "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft".

Zu den wesentlichen Anliegen der letztgenannten Schrift gehört es, das Verhältnis der reinen Vernunftreligion zu den historischen Religionen zu bestimmen. Letztere betreffend, ist Gegenstand der philosophischen Deutung und Bewertung zum Teil das Christentum, zum größeren Teil sind es aber allgemeine Merkmale dieses Religionstypus. Die folgenden Aspekte sollen im Seminar besprochen werden: Kants Qualifikation des Offenbarungsbegriffs, seine Deutung der Jesusfigur, seine Einschätzung von Gottesdienst, Gebet und sogenannten Heiligen Schriften, seine Entgegensetzung von moralischen Gesetzen und religiösen statutarischen Gesetzen, sein Postulat der Überwindung der historischen Religionen durch fortschreitende Aufklärung. Die wichtigsten Passagen zu den genannten Aspekten finden sich in: Zweites Stück, 1. Abschnitt; Drittes Stück, 1. Abteilung, IV.-VII.; Viertes Stück, 2. Teil und Allgemeine Anmerkung. Alle gängigen Ausgaben der beiden genannten Schriften Kants können verwendet werden.



SoSe 2021    4508790     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Brandt

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wie soll man Philosophie betreiben? Welche Methode ist sachgemäß, wenn man einen wissenschaftlichen Anspruch damit verbinden möchte? Nicht erst heute, sondern seit jeher wurde diese Frage gestellt. Eine Zeit mit besonders intensiver Methodenreflexion war die frühe Neuzeit, als die Philosophie sich mit den entstehenden empirischen Naturwissenschaften auseinanderzusetzen hatte. Manche Philosophen haben sich eher an der Mathematik orientiert, andere eher an der Wahrnehmung und Beobachtung, noch andere haben spezifisch philosophische Methoden ersonnen, z.B. Kants "transzendentale" Methode. In diesem Seminar werden einige Texte zur Methodenlehre aus dieser Epoche auszugsweise behandelt. Vorgesehen sind u.a. Texte von Francis Bacon, Thomas Hobbes, René Descartes, Christian Wolff, Immanuel Kant.



Organisatorisches:

Vorbehaltlich der aktuellen Corona-Bedingungen wird das Seminar voraussichtlich in schriftlicher Form (mit Arbeitsblättern und Aufgaben) stattfinden.



Literatur:

Alle Texte werden in elektronischer Form im StudIP zur Verfügung gestellt.
Zum Einlesen: René Descartes, Discours de la Méthode / Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung, Französisch-Deutsch, übers. u. hrsg. von Lüder Gäbe, Hamburg 1960 (Philosophische Bibliothek 261).



SoSe 2021    4508795     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Karageorgoudis

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag 12:15 bis
13:45
wöch. 16.04.2021 bis
16.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Was hat es mit dem Satz auf sich, der von sich aussagt, falsch zu sein?
Dieser sonderbare Satz (der "Lügner") ist bereits den alten Griechen,
darunter Euboulides und Aristoteles, aufgefallen. Das Desiderat, die  
widersprüchlichen Konsequenzen dieses Satzes zu beseitigen und die damit
nahegelegte Paradoxie aufzulösen, hat wiederum der Diskussion um den
Wahrheitsbegriff im 20. Jh. starken Anschub gegeben und wirkte sich  
auf die   Untersuchung der philosophischen Fragen nach der Definition,
den Kriterien und der Objektivität der Wahrheit aus. Gibt es eine
Möglichkeit, Wahrheit zu definieren, ohne in die Widersprüche zu
geraten, zu denen die Möglichkeit der Formulierung des Lügners führt?
Nach einem Überblick über traditionelle Ansätze zum Wahrheitsbegriff
werden in diesem Seminar verschiedene Theorien diskutiert, die die
philosophischen Fragen nach dem Wesen der Wahrheit unter
Berücksichtigung der Schwierigkeiten zu beantworten versuchen, zu denen
die Entdeckung des Lügners führt.



Literatur:

(Auswahl)

M. P. Lynch (Hrsg.),  The Nature of Truth: Classic and Contemporary Readings, 2001 (Haupttexte, Neuaufl. für 2021 angekündigt)

G. Skirbekk (Hrsg.), Wahrheitstheorien: Eine Auswahl über Diskussionen über Wahrheit im 20. Jh., 1977, 1980, Suhrkamp (Haupttexte)

 

Beall/Glanzberg/Ripley, Formal Theories of Truth, 2018, OUP

Glanzberg (Hrsg.): The Oxford Handbook of Truth, 2018, OUP

L. Puntel: Wahrheitstheorien in der neueren Philosophie: Eine kritisch-systematische Darstellung, 1993, wbg, 3. Aufl.

L. Puntel (Hrsg.): Der Wahrheitsbegriff: Neue Erklärungsversuche, 1978, wbg (weitere Textsammlung)



SoSe 2021    4508796     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Karageorgoudis

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 10:15 bis
11:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In Platons fiktivem Dialog Parmenides werden die bekannten Rollen noch einmal vertauscht: Ein alter Parmenides prüft einen jungen ("unreifen") Sokrates nach allen Regeln der dialektischen Kunst. Dass Platon in seinen Dialogen einen anderen Teilnehmer als Sokrates die Führung übernehmen lässt, ist nicht ungewöhnlich. Was allerdings eine Besonderheit dieses Dialogs ausmacht, ist, dass der junge Sokrates gegenüber dem Eleaten eine bestimmte Lehre zu verteidigen versucht: Eine Version der  Lehre von den Ideen. Was diese Lehre betrifft, endet  der Dialog im Ungewissen. Aber das Gespräch um die Ideenlehre liefert zugleich auch  den Anlass und den Stoff für die Erörterung mehrerer abstrakter Begriffe und Zusammenhänge, die bis heute im Zentrum der philosophischen Diskussion stehen: Das Eine, die Teil/Ganzes Beziehung, die Ähnlichkeit, die Teilhabe, das Begrenzte, die Idee der Selbstprädikation.

Wegen seines abstrakten logischen Charakters, sowie der Mehrdeutigkeiten und der Gegensätzlichkeiten, die in manchen der vorgetragenen Schlussweisen  involviert sind, gilt "Parmenides"  als ein sehr anspruchsvoller Dialog. Zugleich zog er das starke Interesse bestimmter Philosophen an, wie das des Neuplatonikers Proclos, der einen Kommentar zum "Parmenides" verfasste, und auch Hegels, der den Dialog als "wohl das größte Kunstwerk der alten Dialektik" bezeichnete.

Dieses Interesse ist mit dem Fortschritt der Philosophie im 20. Jh. weiter gewachsen.

In dem Seminar werden wir den Dialog aus dieser modernen Perspektive lesen und unter Einsatz von Mitteln aus  Logik und  Ontologie (u.a. auch Mereologie= Theorie der Teil/Ganzes Beziehung) interpretieren.



Literatur:

Texte und Übersetzung

Platon, Parmenides (Gr, Dt), reclam 1986 (Übers. von E Martens)

 

Sekundärliteratur zum Dialog (Auswahl)

R. P. Hägler, Platons "Parmenides": Probleme der Interpretation, 1983 de Gruyter.

Franz v.Kutschera, Platons Parmenides, 1995, de Gruyter.

Beatrice Lienemann, Die Argumente des dritten Menschen in Platons Dialog "Parmenides": Rekonstruktion und Kritik aus analytischer Perspektive, 2010, V&R

Samuel C. Rickless, Plato"s Forms in Transition: A Reading of Parmenides, CUP 2007.



SoSe 2021    4508798     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   50     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 12:15 bis
13:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

David Chalmers gehört zu den spannendsten und umstrittensten Figuren der Gegenwartsphilosophie. Konträr zum Mainstream in der Philosophie des Geistes wendet er sich gegen ein materialistisches Weltbild und vertritt einen Dualismus. In seiner Argumentation für diese Position spielt die Möglichkeit philosophischer Zombies eine wichtige Rolle.

Nun scheint auf den ersten Blick ein dualistischer Ansatz auch gegen die Möglichkeit starker künstlicher Intelligenz zu sprechen, die menschliches Denken nicht nur simuliert, sondern tatsächlich dazu in der Lage ist. Doch Chalmers widerspricht dem ersten Anschein und kombiniert seine dualistische Auffassung mit der provokanten These, dass starke Künstliche Intelligenz, ja sogar eine Superintelligenz in nicht allzu ferner Zukunft möglich ist.

Wir werden uns im Seminar hauptsächlich mit Chalmers Grundlagenwerk The Conscious Mind beschäftigen, das zu einem Klassiker der Gegenwartsphilosophie avanciert ist.



Literatur:

David Chalmers: The Conscious Mind: In Search of a Fundamental Theory. Oxford University Press 1996.



SoSe 2021    4508799     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Es gibt eine Kontinuität vom Leben zum Geist. Wo Leben ist, ist auch Geist und Geist in seinen spezifischen Formen gehört zum Leben. Leben und Geist weisen im Kern gemeinsame Grundeigenschaften auf, die insbesondere in der Fähigkeit zur Selbstorganisation begründet sind. Aus dieser Perspektive liegt die Wurzel des mentalen Lebens im körperlichen Leben. Der Geist ist nicht nur vom Gehirn abhängig, sondern von einem in der Umwelt situierten Körper. Diese Sichtweise ist mit einem neuen Paradigma in der Philosophie des Geistes verbunden, das phänomenologische Ansätze und eine kognitionswissenschaftliche Herangehensweise verbindet und unter dem Begriff "embodied cognition" bekannt geworden ist. Wir werden uns im Seminar mit dem Buch Mind in Life des Philosophen Evan Thompson beschäftigen, das ein Grundlagenwerk dieser Richtung ist.



Literatur:

Textgrundlage: Evan Thompson: Mind in Life: Biology, Phenomenology, and the Sciences of Mind. Harvard University Press, Cambridge 2007.



SoSe 2021    4508800     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Zugeordnete Lehrpersonen:   Poljansek ,   Störzinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Seminar möchten wir die theoretischen und ethischen Probleme rund um den Themenbereich "Big Data" diskutieren. Es handelt sich hierbei einerseits um Fragen nach dem epistemischen Status von Computermodellen, maschinellen Lernverfahren, sowie die hierbei aus großen Datenmengen gewonnen Erkenntnisse, deren Generierung aber nicht immer vollständig transparent und nachvollziehbar ist. Andererseits stehen ethische Implikationen für Datenschutz, Privatsphäre, Autonomie sowie für die demokratischen Institutionen im Fokus (etwa der Einfluss von gezielter Werbung ("targeted advertising" auf politische Wahlen; das Problem der "algorithmischen Diskriminierung", oder die These vom "Überwachungskapitalismus").

Unser Ziel ist es eine fundierte und ausgewogene Perspektive auf den Themenbereich zu gewinnen, der die technischen Möglichkeiten um "Big Data" weder verteufelt, noch blind für die epistemischen und ethischen Fallstricke ist.



Literatur:

Zur ersten Orientierung und Überblick:

Leonelli, Sabina, "Scientific Research and Big Data", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2020 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = https://plato.stanford.edu/archives/sum2020/entries/science-big-data/.

 



SoSe 2021    4508804     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Small

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Manche philosophische Theorien über eigentlich außersprachliche Probleme können leicht den Eindruck erwecken, dass sie in Wirklichkeit nur von sprachlichen Ausdrücken handeln. In manchen Fällen ist dabei einfach nicht klar, welche Relevanz die Art und Weise, wie wir über etwas sprechen, für die Beantwortung einer Frage, die nicht selbst unser Sprechen betrifft, haben könnte. In anderen Fällen scheinen solche Theorien geradezu ihr eigenes Thema zu verfehlen.

Die Analyse sprachlicher Ausdrücke rückt mit dem sogenannten "linguistic turn" Anfang des 20. Jahrhunderts als die charakteristische Methode der Philosophie ins Zentrum einflussreicher Strömungen der Philosophie (manchmal als "linguistische Philosophie" zusammengefasst). Sprachanalytische Behandlungen philosophischer Probleme spielen dann einige Jahrzehnte eine wichtige Rolle, bis die Methode gegen Ende der 60er Jahre wieder an Bedeutung verliert.

In diesem Seminar werden wir uns ansehen, worin die Methoden sowohl der Philosophie der idealen Sprache ("ideal language philosophy") als auch der Philosophie der gewöhnlichen Sprache ("ordinary language philosophy") bestehen und welche Vorstellungen vom Wesen der Philosophie und philosophischer Probleme dahinterstecken. Anschließend werden wir uns die Frage stellen, inwieweit diese Annahmen gerechtfertigt sind und welche Bedeutung der Analyse sprachlicher Ausdrücke in der Philosophie (abseits der Sprachphilosophie) heute zukommt.



SoSe 2021    4508936     Vertiefungsseminar    2 SWS    Leitung Kunstgeschichtliches Seminar und Kunstsammlung Teilnehmer/-in:   20     Zugeordnete Lehrpersonen:   August ,   Pravica

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 10:15 bis
11:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Präs.ausarb. 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Andere Prf. form 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Prüfungsvorleistung 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Essay 30.09.2021 bis
30.09.2021
 



Kommentar:

Ist ein wissenschaftliches Objekt ein Akteur? Existieren lebenswissenschaftliche oder physikalische Fakten unabhängig von den Instrumenten und Technologien, mit denen sie verfügbar gemacht werden? In welchem Maße prägen naturwissenschaftliche Bilder die Ergebnisse, die sie darstellen, genuin mit? Werden wissenschaftliche Tatsachen entdeckt oder konstruiert? Und welchen Anteil haben Metaphern und Vorurteile an wissenschaftlicher Begriffsbildung? Solche und andere Fragen stellen Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen seit Anfang des 20. Jahrhunderts den Naturwissenschaften und konstituieren damit das Feld der Science Studies. Durch ihre neuen Perspektiven auf wissenschaftliche Forschung haben sie Innovationen (wie practical turn, iconic turn) in den Geisteswissenschaften mit auf den Weg gebracht. Zudem liefern sie neue Antworten auf traditionelle Probleme in Philosophie, Kunstgeschichte, Geschichte oder Literaturwissenschaft. Im Seminar wird ein erster Überblick über relevante Autoren und Positionen der jüngeren Wissenschaftsforschung erarbeitet. Die Dozentinnen bringen verschiedene disziplinäre Hintergründe mit (Philosophie, Kunst- und Bildgeschichte).



Literatur:

Horst Bredekamp, Birgit Schneider, Vera Dünkel (Hg.): Das Technische Bild. Kompendium zu einer Stilgeschichte wissenschaftlicher Bilder, Berlin 2008.

Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv [1935], Frankfurt a. M. 1980.

Bruno Latour: "Drawing Things Together", in: Representation in Scientific Practice, hg. v. Michael Lynch und Steve Woolgar. Cambridge, Mass. 1990, S. 19-68.



SoSe 2021    4509132     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   25     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 18:15 bis
19:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 
Dienstag 18:15 bis
20:00
wöch. 06.07.2021 bis
13.07.2021
  Verfügungs / VG 4.102

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Fragen nach der Identität des Selbst, seiner Anerkennung und Missachtung erleben derzeit eine Konjunktur im politischen Diskurs. Im Seminar werden Texte gelesen, die nach dem Konstitutionsprozess des Selbst und seiner Identität fragen - mithin nach den Bedingungen (u.a.) für Anerkennung und Missachtung. Die der sogen. kontinentalen Theorietradition entstammenden Textauszüge von Hegel, Sartre, Simone des Beauvoir und J. Butler zeigen dabei eine (zunehmend Selbst-kritische) Theorieentwicklung. Sie werden im Seminar intensiv besprochen und diskutiert.

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

G.W.F. Hegel (1807). Phänomenologie des Geistes. 'B. IV. A. Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins; Herrschaft und Knechtschaft", FfM: Suhrkamp, 1986, 145-155

Jean-Paul Sartre (1943). Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbek: Rowohlt 1996, 429-441 sowie 457-538 [Auszüge!]

Simone de Beauvoir (1949). Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. 'Einleitung" sowie 'Schlußfolgerungen", Reinbek: Rowohlt 1968, 8-22 sowie 668-681

Judith Butler (1997). Hass spricht. Zur Politik des Performativen. 'Einleitung", Berlin: Berlin Verlag 1997, 9-65



SoSe 2021    4509133     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   25     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 16:15 bis
17:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 
Dienstag 16:30 bis
18:00
wöch. 06.07.2021 bis
13.07.2021
  Verfügungs / VG 4.102

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Fragen nach der Identität des Selbst, seiner Anerkennung und Missachtung erleben derzeit eine Konjunktur im politischen Diskurs. Im Seminar werden Texte gelesen, die nach dem Konstitutionsprozess des Selbst und seiner Identität fragen - mithin nach den Bedingungen (u.a.) für Anerkennung und Missachtung. Die der sogen. kontinentalen Theorietradition entstammenden Textauszüge von Hegel, Sartre, Simone des Beauvoir und J. Butler zeigen dabei eine (zunehmend Selbst-kritische) Theorieentwicklung. Sie werden im Seminar intensiv besprochen und diskutiert.

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

G.W.F. Hegel (1807). Phänomenologie des Geistes. 'B. IV. A. Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins; Herrschaft und Knechtschaft", FfM: Suhrkamp, 1986, 145-155

Jean-Paul Sartre (1943). Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbek: Rowohlt 1996, 429-441 sowie 457-538 [Auszüge!]

Simone de Beauvoir (1949). Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. 'Einleitung" sowie 'Schlußfolgerungen", Reinbek: Rowohlt 1968, 8-22 sowie 668-681

Judith Butler (1997). Hass spricht. Zur Politik des Performativen. 'Einleitung", Berlin: Berlin Verlag 1997, 9-65



SoSe 2021    4509134     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   15     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 10:15 bis
11:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 
Donnerstag 10:30 bis
12:00
wöch. 08.07.2021 bis
15.07.2021
  ZHG / 1.141

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Zusammenhang mit ›Ideologie‹ werden u.a. Fragen der Verschränkung von Politik, Kunst und Philosophie sowie der Abhängigkeit des Denkbaren von historischen Voraussetzungen und von Machtstrukturen debattiert - Gegenstände, die für aktuelle Diskussionen von zentralem Interesse sind: Kann Theorie überhaupt praktisch werden, ohne zugleich Ideologie zu sein? Oder ist Ideologie immer schon unausweichlich? Um diesen Fragen nachzugehen, werden im Seminar ausgewählte Texte gelesen, um ein historisierendes Verständnis des Begriffs Ideologie gemeinsam zu erarbeiten.  

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

Karl Marx / Friedrich Engels (1845-46). Die deutsche Ideologie. MEW 5-78 [Auszüge!]

Louis Althusser (1976). Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie. Hamburg VSA, 108-151

Theodor W. Adorno (1954/2003). 'Beitrag zur Ideologienlehre" in: Ders. Soziologische Schriften I, FfM: Suhrkamp, 457-477

Rahel Jaeggi (2009). 'Was ist Ideologiekritik?" in: Dies. / Thilo Wesche. Was ist Kritik? FfM: Suhrkamp, 266-295

Judith Butler (2012/2016). 'Kann man ein gutes Leben im schlechten führen?" in: Dies. Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung. FfM, 249-279


 
Die Überschrift B.Phi.06 Aufbaumodul Praktische Philosophie aufklappen  B.Phi.06 Aufbaumodul Praktische Philosophie    
   
SoSe 2021    430931     Vorlesung    2 SWS    Fakultät Juristische Fakultät Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   85     Dozent:   Gisbertz-Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 12:00 bis
14:00
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Montag 12:00 bis
14:30
Klausur 19.07.2021 bis
19.07.2021
 
Montag   Abgabe Hausarbeit 25.10.2021 bis
25.10.2021
 
Montag   Abgabe Hausarbeit 25.10.2021 bis
25.10.2021
 



Kommentar:

Inhaltliche Beschreibung:

Die Vorlesung setzt keine Vorkenntnisse voraus und wendet sich an Studierende in allen Semestern.
Folgende Autoren werden unter anderem behandelt: Platon, Thomas v. Aquin, Aristoteles, Hobbes, Pufendorf, Locke, Rousseau, Kant, Hegel, Rawls.

Angaben für BA/MA-Studierende finden Sie im Modulkatalog.



Leistungsnachweis:

Für Studiengang Jura mit Abschluss Erste Prüfung:

  • Klausur nicht als Zwischenprüfungsleistung
  • Hausarbeit als vorbereitende Leistung für den Schwerpunkt
  • Hausarbeit als Zwischenprüfungsleistung

"Hinweis zur korrekten Anmeldung der Klausur im Rahmen eines der philosophischen Module B.Phi.06, B.Phi.07 oder B.Phi.16 und B.Phi.17:

Die Vorlesung kann im Rahmen der genannten Module als Lehrveranstaltung mit kleiner Leistung besucht werden oder als Lehrveranstaltung mit Modulprüfung.

Für Studierende, die die Vorlesung nur als Lehrveranstaltung mit einer kleinen Leistung besuchen wollen, ist die abschließende Klausur als ernsthafter Versuch die Prüfungsform. Die Leistung wird dann unbenotet als "bestanden" oder "nicht bestanden" in FlexNow verbucht. Die unbenotete Klausur muss über: B.Phi.06.1, B.Phi.07.1oder B.Phi.16.1, B.Phi.17.3 angemeldet werden.

Studierende, die die Klausur im Rahmen der genannten Module hingegen als benotete Modulprüfung mitschreiben möchten, melden sich über: B.Phi.06.2-K, B.Phi.07.2-K oder B.Phi.17.2-K an. In diesem Fall wird die Prüfung mit Note in FlexNow verbucht.

Nach dem Beginn der Klausur ist eine Umbuchung von der benoteten Modulprüfung zur unbenoteten kleinen Leistung nicht mehr möglich!"


Eine Anmeldung über das Online-Anmeldesystem Flexnow ist für alle Prüfungsleistungen zwingend erforderlich. Bitte beachten Sie die Meldefristen! Meldefristen enden eine Woche vor dem angesetzten Prüfungstermin. Eine nicht fristgemäß vorgenommene Anmeldung kann nicht berücksichtigt werden.



Organisatorisches:

Für Studiengang Jura mit Abschluss Erste Prüfung

  • Pflichtfachveranstaltung (§ 4 I Nr. 1a NJAG - Grundlagenschein)
  • Zwischenprüfungsveranstaltung (§ 4 I Nr. 1b NJAG); Nur die Hausarbeit!!!
  • Schwerpunktbereichsveranstaltung (§ 4a Abs. 1 S. 2) im Schwerpunktbereich 1 - Historische und philosophische Grundlagen des Rechts
  • Veranstaltung zur Erbringung der vorbereitenden Leistung gem. § 4a Abs. 3 S. 1 NJAG

Wahlpflichtmodul bzw. Wahlmodul für Bachelor- / Masterstudiengänge nach Modulkatalog des entsprechenden Studienganges





Literatur:

Literatur wird in der Veranstaltung bzw. auf der Homepage des Lehrstuhls bekannt gegeben



SoSe 2021    4508720     Vorlesung    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   100     Dozent:   Steinfath

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wie Menschen leben und ob ihr Leben halbwegs gelingt oder größtenteils misslingt, hängt auch von ihrem Umgang mit und ihrem Verhältnis zur Zeit ab. Sie sind Wesen, die ein Bewusstsein von Zeit haben und sowohl unter dem Verrinnen der Zeit leiden als auch sich im Einklang mit der Zeit glücklich fühlen können. Indem sie sich zu der Zeit, in der ihr Leben verläuft, verhalten, gewinnt ihr Leben zugleich eine eigene Zeitlichkeit, die wiederum mehr oder minder gelungen sein kann. Die sich damit vage andeutenden Zusammenhänge zwischen Zeit, Zeitlichkeit und gutem Leben werden in der gegenwärtigen Philosophie kaum systematisch angegangen. Die Vorlesung reagiert auf dieses Desiderat. Sie ist keine Überblicksvorlesung, sondern ein eigener systematischer Versuch mit offenem Ausgang, der zum Mitdenken und Widersprechen einlädt. Im Rahmen eigener systematischer Überlegungen wird auf eine Reihe älterer und neuerer Entwürfe eingegangen, die für die Bearbeitung des Themas wichtig sein könnten, z.B. auf die Zeitanalysen von Husserl und Heidegger, auf Rawls" Vorstellung eines Lebensplans und antike Konzeptionen von "eudaimonia" bzw. "beatitudo".



Zielgruppe:

Die Vorlesung wendet sich vornehmlich an fortgeschrittenere Studierende, steht aber allen Interessierten offen und ist um Verständlichkeit bemüht.



Literatur:

Eine erste Skizze zum Thema der Vorlesung habe ich in einem Aufsatz entwickelt: Holmer Steinfath, Zeit und gutes Leben, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 74 (2020), 4, S. 493 - 513. Dort finden sich weitere Literaturhinweise.



SoSe 2021    4508742     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 16:15 bis
17:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Innerhalb der philosophischen Reflexion der Gegenwart, und v.a. im Rahmen der politischen Philosophie, kommt dem Begriff der Anerkennung eine besondere Bedeutsamkeit zu. Aber wieso ist das so? Was sagt uns eigentlich dieser Begriff und warum ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen?

Mit der Lektüre von Paul Ricoeurs letztem, großem Werk Wege der Anerkennung zielt das Seminar darauf ab, einerseits Ricoeurs Versuch zu erschließen, "Kohärenz" im Auftreten des Wortes Anerkennung (reconnaissance) im philosophischen Denken zu präsentieren:

Identifizieren, Wiedererkennen, Anerkennung: Die drei Wörter werden uns auf einen Weg begleiten, der von unseren (aktiven) erkenntnistheoretischen Begegnungen mit Gegenständen und Personen zum (passiven) Bedürfnis, von dem anderen wahrgenommen zu werden, führt.

Anderseits wird dieser Weg bzw. wird Ricoeurs Werk uns die Möglichkeit bieten, in Kontakt mit einigen der wichtigsten Theorien der Geschichte des (westlichen) philosophischen Denkens, von Aristoteles über den Deutschen Idealismus bis zu Bergson, zu treten und uns sowohl mit ihnen als auch mit Ricoeus eigener Philosophie auseinanderzusetzen. 

An zentralen Stellen wird die Lektüre von Wege der Anerkennung durch die (kurze) Betrachtung (von Auszügen) anderer Texte vertieft, die für die zwei o.g. Ziele des Seminars besonders relevant sind.  



Literatur:

Primärtext: P. Ricoeur, Wege der Anerkennung, Suhrkamp, Frankfurt a.M., 2006

Weitere Texte: Eine Lektüreliste wird zu Beginn des Seminars ausgeteilt und die Texte im StudIP bereitgestellt.



SoSe 2021    4508752     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Dörflinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
keine Angabe   Block 21.09.2021 bis
24.09.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag   schriftliche Prüfung 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 25.11.2021 bis
25.11.2021
 



Kommentar:

In seiner theoretischen Philosophie hat Kant ausgeschlossen, dass in Hinsicht auf Gott Erkenntnis möglich sei. Seine praktische Philosophie ist als Ethik der Autonomie keine theonome Ethik, beansprucht also keinen Gott zur Grundlegung der Moral. Konsequenzialistische Überlegungen zur Moral führen ihn allerdings dazu, die Gottesidee für notwendig sowie den Glauben an Gott und eine reine Vernunftreligion für legitimiert zu halten. Diese Überlegungen sollen im Seminar textnah nachvollzogen und kritisch diskutiert werden. Textgrundlage dafür soll sein: 1. die Paragraphen 86 - 88 der "Kritik der Urteilskraft" und 2. die Vorreden zu "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft".

Zu den wesentlichen Anliegen der letztgenannten Schrift gehört es, das Verhältnis der reinen Vernunftreligion zu den historischen Religionen zu bestimmen. Letztere betreffend, ist Gegenstand der philosophischen Deutung und Bewertung zum Teil das Christentum, zum größeren Teil sind es aber allgemeine Merkmale dieses Religionstypus. Die folgenden Aspekte sollen im Seminar besprochen werden: Kants Qualifikation des Offenbarungsbegriffs, seine Deutung der Jesusfigur, seine Einschätzung von Gottesdienst, Gebet und sogenannten Heiligen Schriften, seine Entgegensetzung von moralischen Gesetzen und religiösen statutarischen Gesetzen, sein Postulat der Überwindung der historischen Religionen durch fortschreitende Aufklärung. Die wichtigsten Passagen zu den genannten Aspekten finden sich in: Zweites Stück, 1. Abschnitt; Drittes Stück, 1. Abteilung, IV.-VII.; Viertes Stück, 2. Teil und Allgemeine Anmerkung. Alle gängigen Ausgaben der beiden genannten Schriften Kants können verwendet werden.



SoSe 2021    4508789     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Brandhorst

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 12:15 bis
13:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Debatten über Migration bestimmen heute den politischen Diskurs in Europa und der ganzen Welt. Das Phänomen der Migration wirft dabei neben tagesaktuellen auch grundsätzliche Fragen auf, die philosophisch von besonderem Interesse sind. So kann man sich beispielsweise fragen: Wer hat welches Recht, sich aus welchen Gründen wo niederzulassen? Gibt es ein allgemeines Recht auf Migration? Gibt es ein Recht auf ein bestimmtes Territorium, das es den einen erlaubt, die anderen davon auszuschließen? Wenn ja, warum? Haben Staaten eine Pflicht, Migranten aufzunehmen? Wenn ja, kann man weiter fragen: Für welche Staaten und im Hinblick auf welche Migranten gibt es eine solche Pflicht, und wie lässt sie sich begründen? Welche Rolle spielen dabei jeweils Recht, Politik, und Moral? In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine lebendige und kontroverse Diskussion in der Philosophie entwickelt, die sich um diese Fragen dreht und damit im Grenzbereich zwischen der Angewandten Ethik, der Politischen Philosophie und der Rechts- und Sozialphilosophie angesiedelt ist. In diesem Hauptseminar werden wir Schlüsseltexte der Debatte unter anderem von Michael Walzer, Peter Singer, David Miller, Sarah Fine und Joseph Carens lesen und gemeinsam kritisch diskutieren.



Bemerkung :

Teilnahmebegrenzung 60



Organisatorisches:

Diese Lehrveranstaltung ist für "Werte und Normen"-Studierende besonders geeignet



Literatur:

Die Textgrundlage für das Seminar ist der Sammelband: Ethik der Migration. Philosophische Schlüsseltexte. Hrsg. v. Frank Dietrich, Berlin: Suhrkamp, 2017. Ich bitte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Exemplar des Bandes anzuschaffen.



SoSe 2021    4508792     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Burkard

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 10:15 bis
11:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Was können wir von philosophischer Bildung erwarten? Welche ethischen Ziele können, sollten oder dürfen wir speziell im schulischen Kontext mit ihr verfolgen, welche Erkenntnisziele lassen sich generell mit ihr verfolgen - und was könnte das überhaupt sein: philosophische Bildung? Zur Annäherung an diese Fragen werden wir uns im Seminar zunächst mit grundlegenden Überlegungen aus der Philosophie der Bildung zu ethischen und epistemischen Bildungszielen beschäftigen. Weiterhin werden wir Beiträge besprechen, die mögliche ethische und epistemische Ziele speziell ethischer Bildung diskutieren. Schließlich setzten wir uns mit Vorschlägen dazu auseinander, was philosophische Bildung grundsätzlich sein und leisten könnte.

Da mit den genannten Themen viele grundlegende Fragen berührt werden, nicht zuletzt Fragen nach der Natur von Bildung, Ethik und Philosophie, kann das Seminar nur exemplarische Einblicke in die Thematik geben. Neben einzelnen bildungsphilosophischen Klassikern wird ein Schwerpunkt bei der Textauswahl auf jüngeren, eher analytisch geprägten Beiträgen aus der Philosophie der Bildung liegen.



Voraussetzungen:

Da ein Teil der Seminarliteratur nur auf Englisch vorliegt, setzt die Seminarteilnahme die Bereitschaft voraus, mit englischsprachiger Literatur zu arbeiten.



Organisatorisches:

Diese Lehrveranstaltung ist für "Werte und Normen"-Studierende besonders geeignet



Literatur:

Seminarplan und -lektüre werden zu Semesterbeginn über Stud.IP zugänglich gemacht.



SoSe 2021    4508794     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Hirsch

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 10:15 bis
11:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Kann man in der Moral auch "Glück haben"? "Moral Luck" meint das Phänomen, dass wir das Verhalten einer Person moralisch korrekt beurteilen können, obwohl wesentliche Umstände, die für diese Beurteilung maßgeblich sind, außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Nehmen Sie folgenden Fall: A und B fahren Auto und überfahren aufgrund einer kleineren Unaufmerksamkeit eine rote Ampel. Bei A läuft jedoch zufällig ein Kind über die Straße und wird tödlich erfasst. Wir tendieren intuitiv dazu, A - angesichts des Todes des Kindes - moralisch stärker zu tadeln als B. Aber geht das überhaupt? Beurteilen wir in der Moral nicht jemanden für seinen oder ihren persönlichen Verdienst? So gesehen, ist es aber gewiss nicht B"s Verdienst, dass bei ihm kein Kind über die Straße lief. Es scheint einerseits unsere Grundüberzeugung zu sein, dass Verantwortungszuschreibung Kontrolle über die Handlungsfolgen erfordert. Andererseits scheinen wir - so zeigt das Beispiel mit dem Kind - dieses "Kontroll-Prinzip" in unserer moralischen Urteilspraxis in vielen Fällen nicht zu beherzigen. Nicht umsonst schrieb daher Bernard Williams in seinem Essay über "Moral Luck": "When I first introduced the expression moral luck, I expected to suggest an oxymoron" (Williams 1993, 251). Wir wollen in unserem Seminar diesem scheinbar widersprüchlichen Phänomen nachgehen und werden uns anhand ausgewählter Texte mit "Moral Luck" beschäftigen.

Ein ausführlicher Seminarplan samt Literaturliste sowie Angaben zur kleinen und großen Leistung wird Anfang April via StudIP bekannt gegeben.



SoSe 2021    4508800     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Zugeordnete Lehrpersonen:   Poljansek ,   Störzinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Seminar möchten wir die theoretischen und ethischen Probleme rund um den Themenbereich "Big Data" diskutieren. Es handelt sich hierbei einerseits um Fragen nach dem epistemischen Status von Computermodellen, maschinellen Lernverfahren, sowie die hierbei aus großen Datenmengen gewonnen Erkenntnisse, deren Generierung aber nicht immer vollständig transparent und nachvollziehbar ist. Andererseits stehen ethische Implikationen für Datenschutz, Privatsphäre, Autonomie sowie für die demokratischen Institutionen im Fokus (etwa der Einfluss von gezielter Werbung ("targeted advertising" auf politische Wahlen; das Problem der "algorithmischen Diskriminierung", oder die These vom "Überwachungskapitalismus").

Unser Ziel ist es eine fundierte und ausgewogene Perspektive auf den Themenbereich zu gewinnen, der die technischen Möglichkeiten um "Big Data" weder verteufelt, noch blind für die epistemischen und ethischen Fallstricke ist.



Literatur:

Zur ersten Orientierung und Überblick:

Leonelli, Sabina, "Scientific Research and Big Data", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2020 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = https://plato.stanford.edu/archives/sum2020/entries/science-big-data/.

 



SoSe 2021    4508801     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Privitera

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 14:15 bis
15:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Das Prinzip der Doppelwirkung ist ein typisch nicht-konsequentialistisches Prinzip. Es besagt, dass Handlungen, die die gleichen guten und schlechten Konsequenzen haben, erlaubt sein können, wenn die schlechten Konsequenzen nur vorhergesehen werden, aber verboten, wenn sie beabsichtigt werden. So behaupten Vertreter_innen des Prinzips der Doppelwirkung zum Beispiel, dass Humanitäre Interventionen moralisch gerechtfertigt sein können, auch wenn klar ist, dass dabei Zivilisten sterben werden. Ihr Tod darf aber nur die unbeabsichtigte Nebenfolge des Zieles sein, noch größeres Leid zu verhindern; die Zivilisten dürfen nicht absichtlich getötet werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir werden uns im Seminar zum einen damit beschäftigen, ob das Prinzip der Doppelwirkung überhaupt gut begründet werden kann. Insbesondere werden wir hinterfragen, ob man klar genug zwischen dem Beabsichtigen und dem bloßen Vorhersehen der Folgen einer Handlung unterscheiden kann. Zum anderen werden wir uns mit einigen Kontexten beschäftigen, in denen das Prinzip der Doppelwirkung besonders einschlägig scheint, etwa der Kriegsethik oder der Sterbehilfe. Nicht zuletzt wollen wir am Beispiel des Prinzips der Doppelwirkung Chancen und Schwierigkeiten nicht- konsequentialistischer Moraltheorien ausloten.

Da weite Teile der Literatur nur auf Englisch verfügbar sind, wir die Bereitschaft zu Lektüre englischer Texte vorausgesetzt.



SoSe 2021    4508802     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Sax

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 14:15 bis
15:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Donnerstag 14:15 bis
15:45
Klausur 22.07.2021 bis
22.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

This course is an examination of three central problems in the philosophy of religion that arise from ordinary, traditional beliefs about God.

1. The Paradox of the Stone

God is omnipotent.  So She can do anything. 

Question: Can She make a stone so heavy that even She cannot lift it? 

Well, She can do anything.  So, yes; She can also make such a stone.  But making such a stone is making a stone that even God cannot lift.  So, if God does make the stone, then She cannot lift it.  Therefore, there is something She cannot do, viz. lift the stone.  So,

God is not omnipotent.

OK, so it seems that She cannot make such a stone.  Again, there is something She cannot do.  So God is not omnipotent.

There are only two possible answers to the question—yes or no—and God fails to be omnipotent on either answer.  No matter what, then, God"s power is limited.  (But if some deity has only limited power, then it can"t be God, i.e. the Supreme Being.  So God does not exist.  But, can consideration of just the concept of omnipotence prove the truth of atheism?)

2. God"s Omniscience and Human Freedom

If God is all knowing, then She knows everything that is knowable, e.g., all future facts.  So, She knows what I will do before I do it.  But if She already knows that I will decide to become a vegetarian at 5:30 p.m. next May 1st, then come May Day afternoon next year it must be the case that I decide to become a vegetarian.  (Otherwise, She would have been wrong; but since God is omniscient, She can"t be wrong.)  But if I must, no matter what, decide to become a vegetarian next May Day, then when I do decide it, I will not be deciding freely.  The same is true for every possible decision and act of every human agent.  So, if God is omniscient, free will is impossible. 

On the other hand, if our wills are free, then God is not omniscient.  And if some deity isn"t omniscient, then it can"t be God, i.e. the Supreme Being.  So if we have free will, God does not exist.  

So, either there is no free will or atheism is true (unless there is some way out of the paradox).

3. Pascal"s Wager

Even if there is no really convincing evidence for or against belief in the existence of God, Christianity is still the overwhelmingly rational position for anyone concerned with his own self-interest.  That"s because the overwhelmingly smartest bet is to play it safe—believe in God and act accordingly.  If you"re right, you"ll enjoy eternal bliss; if you"re wrong, you"ll only have lost a little time in church and reading the Bible, etc.  On the other hand, if you don"t believe in God, and you"re right, you win only a small payoff in enjoying sin without penalty, but if you"re wrong, you"ll suffer eternal agony.  So whether God exists or not, any bet other than Christianity risks a huge loss for the chance of an insignificant gain.  Looked at this way, atheism, agnosticism, or any view other than whole-hearted Christianity is ludicrously reckless and imprudent.

Pascal"s argument seems perfectly rational, if a little self-centered.  So we ought to feel compelled to accept its conclusion.  Yet almost no one, except a few of those on their deathbeds, is tempted to do as it bids.  How puzzling!



Organisatorisches:

The course will be taught in English and in the American style.  All forms of credit that the philosophy department allows, in the SARS-CoV-2 crisis, if we"re still in it, will be accepted except for in-class presentations



Literatur:

Among the readings will be some of the following well-known, widely discussed papers:

-George Mavrodes, "Some Puzzles Concerning Omnipotence"

-J.L. Cowan, "The Paradox of Omnipotence"

-C. Wade Savage, "The Paradox of the Stone"

-Julian Wolfe, "Omnipotence"

-J.L. Cowan, "The Paradox of Omnipotence Revisited"

-M.R. McLean, "The Unmakable-Because-Unliftable Stone"

-David Schrader, "A Solution to the Stone Paradox"

-Nelson Pike, "Divine Omnipotence and Voluntary Action"

-William Rowe, "Predestination, Divine Foreknowledge, and Human Freedom"

-Marilyn Adams, "Is the Existence of God a Hard Fact?"

-John Martin Fisher, "Freedom and Foreknowledge"

-Nelson Pike, "A Later-Day Look at the Foreknowledge Problem"

-Blaise Pascal, "Discourse Concerning the Machine"

-Ian Hacking, "The Logic of Pascal"s Wager"

-William Lycan & George Schlesinger, "You Bet Your Life: Pascal"s Wager Defended"

-James Amico, "Pascal"s Wager Revisited"

-Anthony Duff, "Pascal"s Wager and Infinite Utilities"

-Jeff Jordan, "Duff and the Wager"

-George Schlesinger, "A Central Theistic Argument"

-Jeff Jordan, "The Many-Gods Objection"

-Paul Saka, "Pascal"s Wager and the Many Gods Objection"

-Robert Anderson, "Recent Criticisms and Defenses of Pascal"s Wager"

-William Clifford, "The Ethics of Belief"

-William James, "The Will to Believe"



SoSe 2021    4508805     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Zugeordnete Lehrpersonen:   Steinfath ,   Fakharian

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 10:15 bis
11:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts (GPR) gehören zu den Grundtexten der praktischen, insbesondere politischen Philosophie. Es handelt sich dabei um jenen Teil des Systems, in dem Hegel die Verwirklichungsbedingungen von Freiheit und damit zugleich seine Version des Guten expliziert. Die Grundlinien sind vieles in einem: Theorie des Rechts, Kritik der Moralität und Unterscheidung von Moral und Sittlichkeit, Skizze der sich herausbildenden bürgerlichen Gesellschaft, Rechtfertigung des Staates und Entwurf der Weltgeschichte als Weltgericht. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1820 sind sie Gegenstand einer fortlaufenden, kontroversen Rezeptionsgeschichte, die Hegel (um nur einiges zu nennen) mal als konservativen Apologeten des preußischen Staates, mal als verkappten Liberalen und Theoretiker der Freiheit, mal als Kommunitaristen avant la lettre, mal als geistigen Vorbereiter des Totalitarismus, mal auch als Vorlage für die marxistische Kritik und Theoriebildung gesehen hat. Sie sind ein klassischer Text, der seine "Zeit in Gedanken erfaßt" (GPR, Vorrede) oder es wenigstens versucht, und damit zugleich anregt, über die Bedingungen von Freiheit nachzudenken und die eigene Gegenwart auf den Prüfstand zu stellen.

Hegel ist kein einfacher Autor, obwohl die GPR zu seinen zugänglicheren Werken zählen. Wir werden deswegen nicht das ganze Buch gemeinsam lesen. Ein Schwerpunkt soll auf der Diskussion der Einleitung sowie des Verhältnisses von Moralität und Sittlichkeit liegen.



Voraussetzungen:

Von den Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern werden die regelmäßige Teilnahme und die Bereitschaft zu intensiver Lektüre erwartet.



Literatur:

Zugrunde gelegt wird folgende Ausgabe: G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: mit Hegels eigenhändigen Notizen und den mündlichen Zusätzen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2015.

Aus der sehr umfangreichen Sekundärliteratur sei zunächst hingewiesen auf:

Brooks, Thom. (2012). Hegel"s Philosophy of Right, Malden MA: Wiley-Blackwell.

Neuhouser, Frederick. (2000). Foundations of Hegel"s Social Theory: Actualizing Freedom, Cambridge Mass: Harvard University Press.

Riedel, Manfred. (1975). Materialien zur Rechtsphilosophie, 2 Bände, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Siep, Ludwig. (2017). G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, Klassiker Auslegen, Berlin, Boston: De Gruyter.



SoSe 2021    4509132     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   25     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 18:15 bis
19:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 
Dienstag 18:15 bis
20:00
wöch. 06.07.2021 bis
13.07.2021
  Verfügungs / VG 4.102

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Fragen nach der Identität des Selbst, seiner Anerkennung und Missachtung erleben derzeit eine Konjunktur im politischen Diskurs. Im Seminar werden Texte gelesen, die nach dem Konstitutionsprozess des Selbst und seiner Identität fragen - mithin nach den Bedingungen (u.a.) für Anerkennung und Missachtung. Die der sogen. kontinentalen Theorietradition entstammenden Textauszüge von Hegel, Sartre, Simone des Beauvoir und J. Butler zeigen dabei eine (zunehmend Selbst-kritische) Theorieentwicklung. Sie werden im Seminar intensiv besprochen und diskutiert.

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

G.W.F. Hegel (1807). Phänomenologie des Geistes. 'B. IV. A. Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins; Herrschaft und Knechtschaft", FfM: Suhrkamp, 1986, 145-155

Jean-Paul Sartre (1943). Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbek: Rowohlt 1996, 429-441 sowie 457-538 [Auszüge!]

Simone de Beauvoir (1949). Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. 'Einleitung" sowie 'Schlußfolgerungen", Reinbek: Rowohlt 1968, 8-22 sowie 668-681

Judith Butler (1997). Hass spricht. Zur Politik des Performativen. 'Einleitung", Berlin: Berlin Verlag 1997, 9-65



SoSe 2021    4509133     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   25     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 16:15 bis
17:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 
Dienstag 16:30 bis
18:00
wöch. 06.07.2021 bis
13.07.2021
  Verfügungs / VG 4.102

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Fragen nach der Identität des Selbst, seiner Anerkennung und Missachtung erleben derzeit eine Konjunktur im politischen Diskurs. Im Seminar werden Texte gelesen, die nach dem Konstitutionsprozess des Selbst und seiner Identität fragen - mithin nach den Bedingungen (u.a.) für Anerkennung und Missachtung. Die der sogen. kontinentalen Theorietradition entstammenden Textauszüge von Hegel, Sartre, Simone des Beauvoir und J. Butler zeigen dabei eine (zunehmend Selbst-kritische) Theorieentwicklung. Sie werden im Seminar intensiv besprochen und diskutiert.

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

G.W.F. Hegel (1807). Phänomenologie des Geistes. 'B. IV. A. Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins; Herrschaft und Knechtschaft", FfM: Suhrkamp, 1986, 145-155

Jean-Paul Sartre (1943). Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbek: Rowohlt 1996, 429-441 sowie 457-538 [Auszüge!]

Simone de Beauvoir (1949). Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. 'Einleitung" sowie 'Schlußfolgerungen", Reinbek: Rowohlt 1968, 8-22 sowie 668-681

Judith Butler (1997). Hass spricht. Zur Politik des Performativen. 'Einleitung", Berlin: Berlin Verlag 1997, 9-65



SoSe 2021    4509134     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   15     Dozent:   Schönwälder-Kuntze

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 10:15 bis
11:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 
Donnerstag 10:30 bis
12:00
wöch. 08.07.2021 bis
15.07.2021
  ZHG / 1.141

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Zusammenhang mit ›Ideologie‹ werden u.a. Fragen der Verschränkung von Politik, Kunst und Philosophie sowie der Abhängigkeit des Denkbaren von historischen Voraussetzungen und von Machtstrukturen debattiert - Gegenstände, die für aktuelle Diskussionen von zentralem Interesse sind: Kann Theorie überhaupt praktisch werden, ohne zugleich Ideologie zu sein? Oder ist Ideologie immer schon unausweichlich? Um diesen Fragen nachzugehen, werden im Seminar ausgewählte Texte gelesen, um ein historisierendes Verständnis des Begriffs Ideologie gemeinsam zu erarbeiten.  

Mitzubringen sind Denk- Lesefreude, die Bereitschaft, regelmäßig am Seminar teilzunehmen, sowie eine gute Vorbereitung, die idealerweise so aussieht, wie im Semesterplan dargestellt. Hinweise auf vorbereitende und weiterführende Literatur stehen auch auf dem Semesterplan - und werden ggf. im Laufe des Seminars ergänzt.



Literatur:

Textgrundlage (wird als pdf bereit gestellt):

Karl Marx / Friedrich Engels (1845-46). Die deutsche Ideologie. MEW 5-78 [Auszüge!]

Louis Althusser (1976). Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie. Hamburg VSA, 108-151

Theodor W. Adorno (1954/2003). 'Beitrag zur Ideologienlehre" in: Ders. Soziologische Schriften I, FfM: Suhrkamp, 457-477

Rahel Jaeggi (2009). 'Was ist Ideologiekritik?" in: Dies. / Thilo Wesche. Was ist Kritik? FfM: Suhrkamp, 266-295

Judith Butler (2012/2016). 'Kann man ein gutes Leben im schlechten führen?" in: Dies. Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung. FfM, 249-279



SoSe 2021    4509156     Tutorium    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Witte

Termin

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 16:15 bis
17:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 




Kommentar:

Der Lektürekurs umfasst klassische Fragestellungen und Debatten der analytisch feministischen Philosophie. Textgrundlage sind verschiedene Kapitel aus "The Bloomsbury Companion to Analytic Feminism" (2018). Welche Kapitel gelesen werden, entscheiden die Teilnehmenden gemeinsam in der Gruppe, abhängig vom bisherigen Wissensstand sowie Interesse der Teilnehmer:innen. Es handelt sich also nicht um ein klassisches Seminar, sondern um einen möglichst nicht-hierarchischen Diskussionsraum zur gemeinsamen kritischen Erarbeitung der Texte.

Organisiert wird der Lektürekurs von der studentischen Hilfskraft von Prof. Dr. Christine Bratu. Die Anmeldung erfolgt über justus-lou.witte@uni-goettingen.de, eine Anrechnung der Veranstaltung ist nach Rücksprache möglich.


 
Die Überschrift B.Phi.07 Aufbaumodul Geschichte der Philosophie aufklappen  B.Phi.07 Aufbaumodul Geschichte der Philosophie    
   
SoSe 2021    430931     Vorlesung    2 SWS    Fakultät Juristische Fakultät Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   85     Dozent:   Gisbertz-Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 12:00 bis
14:00
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Montag 12:00 bis
14:30
Klausur 19.07.2021 bis
19.07.2021
 
Montag   Abgabe Hausarbeit 25.10.2021 bis
25.10.2021
 
Montag   Abgabe Hausarbeit 25.10.2021 bis
25.10.2021
 



Kommentar:

Inhaltliche Beschreibung:

Die Vorlesung setzt keine Vorkenntnisse voraus und wendet sich an Studierende in allen Semestern.
Folgende Autoren werden unter anderem behandelt: Platon, Thomas v. Aquin, Aristoteles, Hobbes, Pufendorf, Locke, Rousseau, Kant, Hegel, Rawls.

Angaben für BA/MA-Studierende finden Sie im Modulkatalog.



Leistungsnachweis:

Für Studiengang Jura mit Abschluss Erste Prüfung:

  • Klausur nicht als Zwischenprüfungsleistung
  • Hausarbeit als vorbereitende Leistung für den Schwerpunkt
  • Hausarbeit als Zwischenprüfungsleistung

"Hinweis zur korrekten Anmeldung der Klausur im Rahmen eines der philosophischen Module B.Phi.06, B.Phi.07 oder B.Phi.16 und B.Phi.17:

Die Vorlesung kann im Rahmen der genannten Module als Lehrveranstaltung mit kleiner Leistung besucht werden oder als Lehrveranstaltung mit Modulprüfung.

Für Studierende, die die Vorlesung nur als Lehrveranstaltung mit einer kleinen Leistung besuchen wollen, ist die abschließende Klausur als ernsthafter Versuch die Prüfungsform. Die Leistung wird dann unbenotet als "bestanden" oder "nicht bestanden" in FlexNow verbucht. Die unbenotete Klausur muss über: B.Phi.06.1, B.Phi.07.1oder B.Phi.16.1, B.Phi.17.3 angemeldet werden.

Studierende, die die Klausur im Rahmen der genannten Module hingegen als benotete Modulprüfung mitschreiben möchten, melden sich über: B.Phi.06.2-K, B.Phi.07.2-K oder B.Phi.17.2-K an. In diesem Fall wird die Prüfung mit Note in FlexNow verbucht.

Nach dem Beginn der Klausur ist eine Umbuchung von der benoteten Modulprüfung zur unbenoteten kleinen Leistung nicht mehr möglich!"


Eine Anmeldung über das Online-Anmeldesystem Flexnow ist für alle Prüfungsleistungen zwingend erforderlich. Bitte beachten Sie die Meldefristen! Meldefristen enden eine Woche vor dem angesetzten Prüfungstermin. Eine nicht fristgemäß vorgenommene Anmeldung kann nicht berücksichtigt werden.



Organisatorisches:

Für Studiengang Jura mit Abschluss Erste Prüfung

  • Pflichtfachveranstaltung (§ 4 I Nr. 1a NJAG - Grundlagenschein)
  • Zwischenprüfungsveranstaltung (§ 4 I Nr. 1b NJAG); Nur die Hausarbeit!!!
  • Schwerpunktbereichsveranstaltung (§ 4a Abs. 1 S. 2) im Schwerpunktbereich 1 - Historische und philosophische Grundlagen des Rechts
  • Veranstaltung zur Erbringung der vorbereitenden Leistung gem. § 4a Abs. 3 S. 1 NJAG

Wahlpflichtmodul bzw. Wahlmodul für Bachelor- / Masterstudiengänge nach Modulkatalog des entsprechenden Studienganges





Literatur:

Literatur wird in der Veranstaltung bzw. auf der Homepage des Lehrstuhls bekannt gegeben



SoSe 2021    4508720     Vorlesung    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   100     Dozent:   Steinfath

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wie Menschen leben und ob ihr Leben halbwegs gelingt oder größtenteils misslingt, hängt auch von ihrem Umgang mit und ihrem Verhältnis zur Zeit ab. Sie sind Wesen, die ein Bewusstsein von Zeit haben und sowohl unter dem Verrinnen der Zeit leiden als auch sich im Einklang mit der Zeit glücklich fühlen können. Indem sie sich zu der Zeit, in der ihr Leben verläuft, verhalten, gewinnt ihr Leben zugleich eine eigene Zeitlichkeit, die wiederum mehr oder minder gelungen sein kann. Die sich damit vage andeutenden Zusammenhänge zwischen Zeit, Zeitlichkeit und gutem Leben werden in der gegenwärtigen Philosophie kaum systematisch angegangen. Die Vorlesung reagiert auf dieses Desiderat. Sie ist keine Überblicksvorlesung, sondern ein eigener systematischer Versuch mit offenem Ausgang, der zum Mitdenken und Widersprechen einlädt. Im Rahmen eigener systematischer Überlegungen wird auf eine Reihe älterer und neuerer Entwürfe eingegangen, die für die Bearbeitung des Themas wichtig sein könnten, z.B. auf die Zeitanalysen von Husserl und Heidegger, auf Rawls" Vorstellung eines Lebensplans und antike Konzeptionen von "eudaimonia" bzw. "beatitudo".



Zielgruppe:

Die Vorlesung wendet sich vornehmlich an fortgeschrittenere Studierende, steht aber allen Interessierten offen und ist um Verständlichkeit bemüht.



Literatur:

Eine erste Skizze zum Thema der Vorlesung habe ich in einem Aufsatz entwickelt: Holmer Steinfath, Zeit und gutes Leben, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 74 (2020), 4, S. 493 - 513. Dort finden sich weitere Literaturhinweise.



SoSe 2021    4508742     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 16:15 bis
17:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Innerhalb der philosophischen Reflexion der Gegenwart, und v.a. im Rahmen der politischen Philosophie, kommt dem Begriff der Anerkennung eine besondere Bedeutsamkeit zu. Aber wieso ist das so? Was sagt uns eigentlich dieser Begriff und warum ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen?

Mit der Lektüre von Paul Ricoeurs letztem, großem Werk Wege der Anerkennung zielt das Seminar darauf ab, einerseits Ricoeurs Versuch zu erschließen, "Kohärenz" im Auftreten des Wortes Anerkennung (reconnaissance) im philosophischen Denken zu präsentieren:

Identifizieren, Wiedererkennen, Anerkennung: Die drei Wörter werden uns auf einen Weg begleiten, der von unseren (aktiven) erkenntnistheoretischen Begegnungen mit Gegenständen und Personen zum (passiven) Bedürfnis, von dem anderen wahrgenommen zu werden, führt.

Anderseits wird dieser Weg bzw. wird Ricoeurs Werk uns die Möglichkeit bieten, in Kontakt mit einigen der wichtigsten Theorien der Geschichte des (westlichen) philosophischen Denkens, von Aristoteles über den Deutschen Idealismus bis zu Bergson, zu treten und uns sowohl mit ihnen als auch mit Ricoeus eigener Philosophie auseinanderzusetzen. 

An zentralen Stellen wird die Lektüre von Wege der Anerkennung durch die (kurze) Betrachtung (von Auszügen) anderer Texte vertieft, die für die zwei o.g. Ziele des Seminars besonders relevant sind.  



Literatur:

Primärtext: P. Ricoeur, Wege der Anerkennung, Suhrkamp, Frankfurt a.M., 2006

Weitere Texte: Eine Lektüreliste wird zu Beginn des Seminars ausgeteilt und die Texte im StudIP bereitgestellt.



SoSe 2021    4508752     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Dörflinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
keine Angabe   Block 21.09.2021 bis
24.09.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag   schriftliche Prüfung 30.09.2021 bis
30.09.2021
 
Donnerstag   Abgabe Hausarbeit 25.11.2021 bis
25.11.2021
 



Kommentar:

In seiner theoretischen Philosophie hat Kant ausgeschlossen, dass in Hinsicht auf Gott Erkenntnis möglich sei. Seine praktische Philosophie ist als Ethik der Autonomie keine theonome Ethik, beansprucht also keinen Gott zur Grundlegung der Moral. Konsequenzialistische Überlegungen zur Moral führen ihn allerdings dazu, die Gottesidee für notwendig sowie den Glauben an Gott und eine reine Vernunftreligion für legitimiert zu halten. Diese Überlegungen sollen im Seminar textnah nachvollzogen und kritisch diskutiert werden. Textgrundlage dafür soll sein: 1. die Paragraphen 86 - 88 der "Kritik der Urteilskraft" und 2. die Vorreden zu "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft".

Zu den wesentlichen Anliegen der letztgenannten Schrift gehört es, das Verhältnis der reinen Vernunftreligion zu den historischen Religionen zu bestimmen. Letztere betreffend, ist Gegenstand der philosophischen Deutung und Bewertung zum Teil das Christentum, zum größeren Teil sind es aber allgemeine Merkmale dieses Religionstypus. Die folgenden Aspekte sollen im Seminar besprochen werden: Kants Qualifikation des Offenbarungsbegriffs, seine Deutung der Jesusfigur, seine Einschätzung von Gottesdienst, Gebet und sogenannten Heiligen Schriften, seine Entgegensetzung von moralischen Gesetzen und religiösen statutarischen Gesetzen, sein Postulat der Überwindung der historischen Religionen durch fortschreitende Aufklärung. Die wichtigsten Passagen zu den genannten Aspekten finden sich in: Zweites Stück, 1. Abschnitt; Drittes Stück, 1. Abteilung, IV.-VII.; Viertes Stück, 2. Teil und Allgemeine Anmerkung. Alle gängigen Ausgaben der beiden genannten Schriften Kants können verwendet werden.



SoSe 2021    4508790     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Brandt

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wie soll man Philosophie betreiben? Welche Methode ist sachgemäß, wenn man einen wissenschaftlichen Anspruch damit verbinden möchte? Nicht erst heute, sondern seit jeher wurde diese Frage gestellt. Eine Zeit mit besonders intensiver Methodenreflexion war die frühe Neuzeit, als die Philosophie sich mit den entstehenden empirischen Naturwissenschaften auseinanderzusetzen hatte. Manche Philosophen haben sich eher an der Mathematik orientiert, andere eher an der Wahrnehmung und Beobachtung, noch andere haben spezifisch philosophische Methoden ersonnen, z.B. Kants "transzendentale" Methode. In diesem Seminar werden einige Texte zur Methodenlehre aus dieser Epoche auszugsweise behandelt. Vorgesehen sind u.a. Texte von Francis Bacon, Thomas Hobbes, René Descartes, Christian Wolff, Immanuel Kant.



Organisatorisches:

Vorbehaltlich der aktuellen Corona-Bedingungen wird das Seminar voraussichtlich in schriftlicher Form (mit Arbeitsblättern und Aufgaben) stattfinden.



Literatur:

Alle Texte werden in elektronischer Form im StudIP zur Verfügung gestellt.
Zum Einlesen: René Descartes, Discours de la Méthode / Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung, Französisch-Deutsch, übers. u. hrsg. von Lüder Gäbe, Hamburg 1960 (Philosophische Bibliothek 261).



SoSe 2021    4508796     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Karageorgoudis

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 10:15 bis
11:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

In Platons fiktivem Dialog Parmenides werden die bekannten Rollen noch einmal vertauscht: Ein alter Parmenides prüft einen jungen ("unreifen") Sokrates nach allen Regeln der dialektischen Kunst. Dass Platon in seinen Dialogen einen anderen Teilnehmer als Sokrates die Führung übernehmen lässt, ist nicht ungewöhnlich. Was allerdings eine Besonderheit dieses Dialogs ausmacht, ist, dass der junge Sokrates gegenüber dem Eleaten eine bestimmte Lehre zu verteidigen versucht: Eine Version der  Lehre von den Ideen. Was diese Lehre betrifft, endet  der Dialog im Ungewissen. Aber das Gespräch um die Ideenlehre liefert zugleich auch  den Anlass und den Stoff für die Erörterung mehrerer abstrakter Begriffe und Zusammenhänge, die bis heute im Zentrum der philosophischen Diskussion stehen: Das Eine, die Teil/Ganzes Beziehung, die Ähnlichkeit, die Teilhabe, das Begrenzte, die Idee der Selbstprädikation.

Wegen seines abstrakten logischen Charakters, sowie der Mehrdeutigkeiten und der Gegensätzlichkeiten, die in manchen der vorgetragenen Schlussweisen  involviert sind, gilt "Parmenides"  als ein sehr anspruchsvoller Dialog. Zugleich zog er das starke Interesse bestimmter Philosophen an, wie das des Neuplatonikers Proclos, der einen Kommentar zum "Parmenides" verfasste, und auch Hegels, der den Dialog als "wohl das größte Kunstwerk der alten Dialektik" bezeichnete.

Dieses Interesse ist mit dem Fortschritt der Philosophie im 20. Jh. weiter gewachsen.

In dem Seminar werden wir den Dialog aus dieser modernen Perspektive lesen und unter Einsatz von Mitteln aus  Logik und  Ontologie (u.a. auch Mereologie= Theorie der Teil/Ganzes Beziehung) interpretieren.



Literatur:

Texte und Übersetzung

Platon, Parmenides (Gr, Dt), reclam 1986 (Übers. von E Martens)

 

Sekundärliteratur zum Dialog (Auswahl)

R. P. Hägler, Platons "Parmenides": Probleme der Interpretation, 1983 de Gruyter.

Franz v.Kutschera, Platons Parmenides, 1995, de Gruyter.

Beatrice Lienemann, Die Argumente des dritten Menschen in Platons Dialog "Parmenides": Rekonstruktion und Kritik aus analytischer Perspektive, 2010, V&R

Samuel C. Rickless, Plato"s Forms in Transition: A Reading of Parmenides, CUP 2007.



SoSe 2021    4508802     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Sax

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 14:15 bis
15:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Donnerstag 14:15 bis
15:45
Klausur 22.07.2021 bis
22.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

This course is an examination of three central problems in the philosophy of religion that arise from ordinary, traditional beliefs about God.

1. The Paradox of the Stone

God is omnipotent.  So She can do anything. 

Question: Can She make a stone so heavy that even She cannot lift it? 

Well, She can do anything.  So, yes; She can also make such a stone.  But making such a stone is making a stone that even God cannot lift.  So, if God does make the stone, then She cannot lift it.  Therefore, there is something She cannot do, viz. lift the stone.  So,

God is not omnipotent.

OK, so it seems that She cannot make such a stone.  Again, there is something She cannot do.  So God is not omnipotent.

There are only two possible answers to the question—yes or no—and God fails to be omnipotent on either answer.  No matter what, then, God"s power is limited.  (But if some deity has only limited power, then it can"t be God, i.e. the Supreme Being.  So God does not exist.  But, can consideration of just the concept of omnipotence prove the truth of atheism?)

2. God"s Omniscience and Human Freedom

If God is all knowing, then She knows everything that is knowable, e.g., all future facts.  So, She knows what I will do before I do it.  But if She already knows that I will decide to become a vegetarian at 5:30 p.m. next May 1st, then come May Day afternoon next year it must be the case that I decide to become a vegetarian.  (Otherwise, She would have been wrong; but since God is omniscient, She can"t be wrong.)  But if I must, no matter what, decide to become a vegetarian next May Day, then when I do decide it, I will not be deciding freely.  The same is true for every possible decision and act of every human agent.  So, if God is omniscient, free will is impossible. 

On the other hand, if our wills are free, then God is not omniscient.  And if some deity isn"t omniscient, then it can"t be God, i.e. the Supreme Being.  So if we have free will, God does not exist.  

So, either there is no free will or atheism is true (unless there is some way out of the paradox).

3. Pascal"s Wager

Even if there is no really convincing evidence for or against belief in the existence of God, Christianity is still the overwhelmingly rational position for anyone concerned with his own self-interest.  That"s because the overwhelmingly smartest bet is to play it safe—believe in God and act accordingly.  If you"re right, you"ll enjoy eternal bliss; if you"re wrong, you"ll only have lost a little time in church and reading the Bible, etc.  On the other hand, if you don"t believe in God, and you"re right, you win only a small payoff in enjoying sin without penalty, but if you"re wrong, you"ll suffer eternal agony.  So whether God exists or not, any bet other than Christianity risks a huge loss for the chance of an insignificant gain.  Looked at this way, atheism, agnosticism, or any view other than whole-hearted Christianity is ludicrously reckless and imprudent.

Pascal"s argument seems perfectly rational, if a little self-centered.  So we ought to feel compelled to accept its conclusion.  Yet almost no one, except a few of those on their deathbeds, is tempted to do as it bids.  How puzzling!



Organisatorisches:

The course will be taught in English and in the American style.  All forms of credit that the philosophy department allows, in the SARS-CoV-2 crisis, if we"re still in it, will be accepted except for in-class presentations



Literatur:

Among the readings will be some of the following well-known, widely discussed papers:

-George Mavrodes, "Some Puzzles Concerning Omnipotence"

-J.L. Cowan, "The Paradox of Omnipotence"

-C. Wade Savage, "The Paradox of the Stone"

-Julian Wolfe, "Omnipotence"

-J.L. Cowan, "The Paradox of Omnipotence Revisited"

-M.R. McLean, "The Unmakable-Because-Unliftable Stone"

-David Schrader, "A Solution to the Stone Paradox"

-Nelson Pike, "Divine Omnipotence and Voluntary Action"

-William Rowe, "Predestination, Divine Foreknowledge, and Human Freedom"

-Marilyn Adams, "Is the Existence of God a Hard Fact?"

-John Martin Fisher, "Freedom and Foreknowledge"

-Nelson Pike, "A Later-Day Look at the Foreknowledge Problem"

-Blaise Pascal, "Discourse Concerning the Machine"

-Ian Hacking, "The Logic of Pascal"s Wager"

-William Lycan & George Schlesinger, "You Bet Your Life: Pascal"s Wager Defended"

-James Amico, "Pascal"s Wager Revisited"

-Anthony Duff, "Pascal"s Wager and Infinite Utilities"

-Jeff Jordan, "Duff and the Wager"

-George Schlesinger, "A Central Theistic Argument"

-Jeff Jordan, "The Many-Gods Objection"

-Paul Saka, "Pascal"s Wager and the Many Gods Objection"

-Robert Anderson, "Recent Criticisms and Defenses of Pascal"s Wager"

-William Clifford, "The Ethics of Belief"

-William James, "The Will to Believe"



SoSe 2021    4508804     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Small

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Manche philosophische Theorien über eigentlich außersprachliche Probleme können leicht den Eindruck erwecken, dass sie in Wirklichkeit nur von sprachlichen Ausdrücken handeln. In manchen Fällen ist dabei einfach nicht klar, welche Relevanz die Art und Weise, wie wir über etwas sprechen, für die Beantwortung einer Frage, die nicht selbst unser Sprechen betrifft, haben könnte. In anderen Fällen scheinen solche Theorien geradezu ihr eigenes Thema zu verfehlen.

Die Analyse sprachlicher Ausdrücke rückt mit dem sogenannten "linguistic turn" Anfang des 20. Jahrhunderts als die charakteristische Methode der Philosophie ins Zentrum einflussreicher Strömungen der Philosophie (manchmal als "linguistische Philosophie" zusammengefasst). Sprachanalytische Behandlungen philosophischer Probleme spielen dann einige Jahrzehnte eine wichtige Rolle, bis die Methode gegen Ende der 60er Jahre wieder an Bedeutung verliert.

In diesem Seminar werden wir uns ansehen, worin die Methoden sowohl der Philosophie der idealen Sprache ("ideal language philosophy") als auch der Philosophie der gewöhnlichen Sprache ("ordinary language philosophy") bestehen und welche Vorstellungen vom Wesen der Philosophie und philosophischer Probleme dahinterstecken. Anschließend werden wir uns die Frage stellen, inwieweit diese Annahmen gerechtfertigt sind und welche Bedeutung der Analyse sprachlicher Ausdrücke in der Philosophie (abseits der Sprachphilosophie) heute zukommt.



SoSe 2021    4508805     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Zugeordnete Lehrpersonen:   Steinfath ,   Fakharian

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 10:15 bis
11:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts (GPR) gehören zu den Grundtexten der praktischen, insbesondere politischen Philosophie. Es handelt sich dabei um jenen Teil des Systems, in dem Hegel die Verwirklichungsbedingungen von Freiheit und damit zugleich seine Version des Guten expliziert. Die Grundlinien sind vieles in einem: Theorie des Rechts, Kritik der Moralität und Unterscheidung von Moral und Sittlichkeit, Skizze der sich herausbildenden bürgerlichen Gesellschaft, Rechtfertigung des Staates und Entwurf der Weltgeschichte als Weltgericht. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1820 sind sie Gegenstand einer fortlaufenden, kontroversen Rezeptionsgeschichte, die Hegel (um nur einiges zu nennen) mal als konservativen Apologeten des preußischen Staates, mal als verkappten Liberalen und Theoretiker der Freiheit, mal als Kommunitaristen avant la lettre, mal als geistigen Vorbereiter des Totalitarismus, mal auch als Vorlage für die marxistische Kritik und Theoriebildung gesehen hat. Sie sind ein klassischer Text, der seine "Zeit in Gedanken erfaßt" (GPR, Vorrede) oder es wenigstens versucht, und damit zugleich anregt, über die Bedingungen von Freiheit nachzudenken und die eigene Gegenwart auf den Prüfstand zu stellen.

Hegel ist kein einfacher Autor, obwohl die GPR zu seinen zugänglicheren Werken zählen. Wir werden deswegen nicht das ganze Buch gemeinsam lesen. Ein Schwerpunkt soll auf der Diskussion der Einleitung sowie des Verhältnisses von Moralität und Sittlichkeit liegen.



Voraussetzungen:

Von den Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern werden die regelmäßige Teilnahme und die Bereitschaft zu intensiver Lektüre erwartet.



Literatur:

Zugrunde gelegt wird folgende Ausgabe: G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: mit Hegels eigenhändigen Notizen und den mündlichen Zusätzen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2015.

Aus der sehr umfangreichen Sekundärliteratur sei zunächst hingewiesen auf:

Brooks, Thom. (2012). Hegel"s Philosophy of Right, Malden MA: Wiley-Blackwell.

Neuhouser, Frederick. (2000). Foundations of Hegel"s Social Theory: Actualizing Freedom, Cambridge Mass: Harvard University Press.

Riedel, Manfred. (1975). Materialien zur Rechtsphilosophie, 2 Bände, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Siep, Ludwig. (2017). G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, Klassiker Auslegen, Berlin, Boston: De Gruyter.


 
Die Überschrift B.Phi.11 Profilmodul Fachwiss. vertiefende Lektüre aufklappen  B.Phi.11 Profilmodul Fachwiss. vertiefende Lektüre    
   
SoSe 2021    4508742     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Astolfi

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 16:15 bis
17:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Innerhalb der philosophischen Reflexion der Gegenwart, und v.a. im Rahmen der politischen Philosophie, kommt dem Begriff der Anerkennung eine besondere Bedeutsamkeit zu. Aber wieso ist das so? Was sagt uns eigentlich dieser Begriff und warum ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen?

Mit der Lektüre von Paul Ricoeurs letztem, großem Werk Wege der Anerkennung zielt das Seminar darauf ab, einerseits Ricoeurs Versuch zu erschließen, "Kohärenz" im Auftreten des Wortes Anerkennung (reconnaissance) im philosophischen Denken zu präsentieren:

Identifizieren, Wiedererkennen, Anerkennung: Die drei Wörter werden uns auf einen Weg begleiten, der von unseren (aktiven) erkenntnistheoretischen Begegnungen mit Gegenständen und Personen zum (passiven) Bedürfnis, von dem anderen wahrgenommen zu werden, führt.

Anderseits wird dieser Weg bzw. wird Ricoeurs Werk uns die Möglichkeit bieten, in Kontakt mit einigen der wichtigsten Theorien der Geschichte des (westlichen) philosophischen Denkens, von Aristoteles über den Deutschen Idealismus bis zu Bergson, zu treten und uns sowohl mit ihnen als auch mit Ricoeus eigener Philosophie auseinanderzusetzen. 

An zentralen Stellen wird die Lektüre von Wege der Anerkennung durch die (kurze) Betrachtung (von Auszügen) anderer Texte vertieft, die für die zwei o.g. Ziele des Seminars besonders relevant sind.  



Literatur:

Primärtext: P. Ricoeur, Wege der Anerkennung, Suhrkamp, Frankfurt a.M., 2006

Weitere Texte: Eine Lektüreliste wird zu Beginn des Seminars ausgeteilt und die Texte im StudIP bereitgestellt.



SoSe 2021    4508789     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Brandhorst

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 12:15 bis
13:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Debatten über Migration bestimmen heute den politischen Diskurs in Europa und der ganzen Welt. Das Phänomen der Migration wirft dabei neben tagesaktuellen auch grundsätzliche Fragen auf, die philosophisch von besonderem Interesse sind. So kann man sich beispielsweise fragen: Wer hat welches Recht, sich aus welchen Gründen wo niederzulassen? Gibt es ein allgemeines Recht auf Migration? Gibt es ein Recht auf ein bestimmtes Territorium, das es den einen erlaubt, die anderen davon auszuschließen? Wenn ja, warum? Haben Staaten eine Pflicht, Migranten aufzunehmen? Wenn ja, kann man weiter fragen: Für welche Staaten und im Hinblick auf welche Migranten gibt es eine solche Pflicht, und wie lässt sie sich begründen? Welche Rolle spielen dabei jeweils Recht, Politik, und Moral? In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine lebendige und kontroverse Diskussion in der Philosophie entwickelt, die sich um diese Fragen dreht und damit im Grenzbereich zwischen der Angewandten Ethik, der Politischen Philosophie und der Rechts- und Sozialphilosophie angesiedelt ist. In diesem Hauptseminar werden wir Schlüsseltexte der Debatte unter anderem von Michael Walzer, Peter Singer, David Miller, Sarah Fine und Joseph Carens lesen und gemeinsam kritisch diskutieren.



Bemerkung :

Teilnahmebegrenzung 60



Organisatorisches:

Diese Lehrveranstaltung ist für "Werte und Normen"-Studierende besonders geeignet



Literatur:

Die Textgrundlage für das Seminar ist der Sammelband: Ethik der Migration. Philosophische Schlüsseltexte. Hrsg. v. Frank Dietrich, Berlin: Suhrkamp, 2017. Ich bitte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Exemplar des Bandes anzuschaffen.



SoSe 2021    4508790     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Brandt

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Wie soll man Philosophie betreiben? Welche Methode ist sachgemäß, wenn man einen wissenschaftlichen Anspruch damit verbinden möchte? Nicht erst heute, sondern seit jeher wurde diese Frage gestellt. Eine Zeit mit besonders intensiver Methodenreflexion war die frühe Neuzeit, als die Philosophie sich mit den entstehenden empirischen Naturwissenschaften auseinanderzusetzen hatte. Manche Philosophen haben sich eher an der Mathematik orientiert, andere eher an der Wahrnehmung und Beobachtung, noch andere haben spezifisch philosophische Methoden ersonnen, z.B. Kants "transzendentale" Methode. In diesem Seminar werden einige Texte zur Methodenlehre aus dieser Epoche auszugsweise behandelt. Vorgesehen sind u.a. Texte von Francis Bacon, Thomas Hobbes, René Descartes, Christian Wolff, Immanuel Kant.



Organisatorisches:

Vorbehaltlich der aktuellen Corona-Bedingungen wird das Seminar voraussichtlich in schriftlicher Form (mit Arbeitsblättern und Aufgaben) stattfinden.



Literatur:

Alle Texte werden in elektronischer Form im StudIP zur Verfügung gestellt.
Zum Einlesen: René Descartes, Discours de la Méthode / Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung, Französisch-Deutsch, übers. u. hrsg. von Lüder Gäbe, Hamburg 1960 (Philosophische Bibliothek 261).



SoSe 2021    4508792     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Burkard

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 10:15 bis
11:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Was können wir von philosophischer Bildung erwarten? Welche ethischen Ziele können, sollten oder dürfen wir speziell im schulischen Kontext mit ihr verfolgen, welche Erkenntnisziele lassen sich generell mit ihr verfolgen - und was könnte das überhaupt sein: philosophische Bildung? Zur Annäherung an diese Fragen werden wir uns im Seminar zunächst mit grundlegenden Überlegungen aus der Philosophie der Bildung zu ethischen und epistemischen Bildungszielen beschäftigen. Weiterhin werden wir Beiträge besprechen, die mögliche ethische und epistemische Ziele speziell ethischer Bildung diskutieren. Schließlich setzten wir uns mit Vorschlägen dazu auseinander, was philosophische Bildung grundsätzlich sein und leisten könnte.

Da mit den genannten Themen viele grundlegende Fragen berührt werden, nicht zuletzt Fragen nach der Natur von Bildung, Ethik und Philosophie, kann das Seminar nur exemplarische Einblicke in die Thematik geben. Neben einzelnen bildungsphilosophischen Klassikern wird ein Schwerpunkt bei der Textauswahl auf jüngeren, eher analytisch geprägten Beiträgen aus der Philosophie der Bildung liegen.



Voraussetzungen:

Da ein Teil der Seminarliteratur nur auf Englisch vorliegt, setzt die Seminarteilnahme die Bereitschaft voraus, mit englischsprachiger Literatur zu arbeiten.



Organisatorisches:

Diese Lehrveranstaltung ist für "Werte und Normen"-Studierende besonders geeignet



Literatur:

Seminarplan und -lektüre werden zu Semesterbeginn über Stud.IP zugänglich gemacht.



SoSe 2021    4508798     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   50     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 12:15 bis
13:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

David Chalmers gehört zu den spannendsten und umstrittensten Figuren der Gegenwartsphilosophie. Konträr zum Mainstream in der Philosophie des Geistes wendet er sich gegen ein materialistisches Weltbild und vertritt einen Dualismus. In seiner Argumentation für diese Position spielt die Möglichkeit philosophischer Zombies eine wichtige Rolle.

Nun scheint auf den ersten Blick ein dualistischer Ansatz auch gegen die Möglichkeit starker künstlicher Intelligenz zu sprechen, die menschliches Denken nicht nur simuliert, sondern tatsächlich dazu in der Lage ist. Doch Chalmers widerspricht dem ersten Anschein und kombiniert seine dualistische Auffassung mit der provokanten These, dass starke Künstliche Intelligenz, ja sogar eine Superintelligenz in nicht allzu ferner Zukunft möglich ist.

Wir werden uns im Seminar hauptsächlich mit Chalmers Grundlagenwerk The Conscious Mind beschäftigen, das zu einem Klassiker der Gegenwartsphilosophie avanciert ist.



Literatur:

David Chalmers: The Conscious Mind: In Search of a Fundamental Theory. Oxford University Press 1996.



SoSe 2021    4508799     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Misselhorn

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 12:15 bis
13:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Es gibt eine Kontinuität vom Leben zum Geist. Wo Leben ist, ist auch Geist und Geist in seinen spezifischen Formen gehört zum Leben. Leben und Geist weisen im Kern gemeinsame Grundeigenschaften auf, die insbesondere in der Fähigkeit zur Selbstorganisation begründet sind. Aus dieser Perspektive liegt die Wurzel des mentalen Lebens im körperlichen Leben. Der Geist ist nicht nur vom Gehirn abhängig, sondern von einem in der Umwelt situierten Körper. Diese Sichtweise ist mit einem neuen Paradigma in der Philosophie des Geistes verbunden, das phänomenologische Ansätze und eine kognitionswissenschaftliche Herangehensweise verbindet und unter dem Begriff "embodied cognition" bekannt geworden ist. Wir werden uns im Seminar mit dem Buch Mind in Life des Philosophen Evan Thompson beschäftigen, das ein Grundlagenwerk dieser Richtung ist.



Literatur:

Textgrundlage: Evan Thompson: Mind in Life: Biology, Phenomenology, and the Sciences of Mind. Harvard University Press, Cambridge 2007.



SoSe 2021    4508800     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Zugeordnete Lehrpersonen:   Poljansek ,   Störzinger

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 14:15 bis
15:45
wöch. 12.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Im Seminar möchten wir die theoretischen und ethischen Probleme rund um den Themenbereich "Big Data" diskutieren. Es handelt sich hierbei einerseits um Fragen nach dem epistemischen Status von Computermodellen, maschinellen Lernverfahren, sowie die hierbei aus großen Datenmengen gewonnen Erkenntnisse, deren Generierung aber nicht immer vollständig transparent und nachvollziehbar ist. Andererseits stehen ethische Implikationen für Datenschutz, Privatsphäre, Autonomie sowie für die demokratischen Institutionen im Fokus (etwa der Einfluss von gezielter Werbung ("targeted advertising" auf politische Wahlen; das Problem der "algorithmischen Diskriminierung", oder die These vom "Überwachungskapitalismus").

Unser Ziel ist es eine fundierte und ausgewogene Perspektive auf den Themenbereich zu gewinnen, der die technischen Möglichkeiten um "Big Data" weder verteufelt, noch blind für die epistemischen und ethischen Fallstricke ist.



Literatur:

Zur ersten Orientierung und Überblick:

Leonelli, Sabina, "Scientific Research and Big Data", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2020 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = https://plato.stanford.edu/archives/sum2020/entries/science-big-data/.

 



SoSe 2021    4508801     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Dozent:   Privitera

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag 14:15 bis
15:45
wöch. 13.04.2021 bis
13.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   Abgabe Essay 28.05.2021 bis
28.05.2021
 
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Das Prinzip der Doppelwirkung ist ein typisch nicht-konsequentialistisches Prinzip. Es besagt, dass Handlungen, die die gleichen guten und schlechten Konsequenzen haben, erlaubt sein können, wenn die schlechten Konsequenzen nur vorhergesehen werden, aber verboten, wenn sie beabsichtigt werden. So behaupten Vertreter_innen des Prinzips der Doppelwirkung zum Beispiel, dass Humanitäre Interventionen moralisch gerechtfertigt sein können, auch wenn klar ist, dass dabei Zivilisten sterben werden. Ihr Tod darf aber nur die unbeabsichtigte Nebenfolge des Zieles sein, noch größeres Leid zu verhindern; die Zivilisten dürfen nicht absichtlich getötet werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir werden uns im Seminar zum einen damit beschäftigen, ob das Prinzip der Doppelwirkung überhaupt gut begründet werden kann. Insbesondere werden wir hinterfragen, ob man klar genug zwischen dem Beabsichtigen und dem bloßen Vorhersehen der Folgen einer Handlung unterscheiden kann. Zum anderen werden wir uns mit einigen Kontexten beschäftigen, in denen das Prinzip der Doppelwirkung besonders einschlägig scheint, etwa der Kriegsethik oder der Sterbehilfe. Nicht zuletzt wollen wir am Beispiel des Prinzips der Doppelwirkung Chancen und Schwierigkeiten nicht- konsequentialistischer Moraltheorien ausloten.

Da weite Teile der Literatur nur auf Englisch verfügbar sind, wir die Bereitschaft zu Lektüre englischer Texte vorausgesetzt.



SoSe 2021    4508804     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Small

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 12:15 bis
13:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Manche philosophische Theorien über eigentlich außersprachliche Probleme können leicht den Eindruck erwecken, dass sie in Wirklichkeit nur von sprachlichen Ausdrücken handeln. In manchen Fällen ist dabei einfach nicht klar, welche Relevanz die Art und Weise, wie wir über etwas sprechen, für die Beantwortung einer Frage, die nicht selbst unser Sprechen betrifft, haben könnte. In anderen Fällen scheinen solche Theorien geradezu ihr eigenes Thema zu verfehlen.

Die Analyse sprachlicher Ausdrücke rückt mit dem sogenannten "linguistic turn" Anfang des 20. Jahrhunderts als die charakteristische Methode der Philosophie ins Zentrum einflussreicher Strömungen der Philosophie (manchmal als "linguistische Philosophie" zusammengefasst). Sprachanalytische Behandlungen philosophischer Probleme spielen dann einige Jahrzehnte eine wichtige Rolle, bis die Methode gegen Ende der 60er Jahre wieder an Bedeutung verliert.

In diesem Seminar werden wir uns ansehen, worin die Methoden sowohl der Philosophie der idealen Sprache ("ideal language philosophy") als auch der Philosophie der gewöhnlichen Sprache ("ordinary language philosophy") bestehen und welche Vorstellungen vom Wesen der Philosophie und philosophischer Probleme dahinterstecken. Anschließend werden wir uns die Frage stellen, inwieweit diese Annahmen gerechtfertigt sind und welche Bedeutung der Analyse sprachlicher Ausdrücke in der Philosophie (abseits der Sprachphilosophie) heute zukommt.



SoSe 2021    4508805     Seminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Zugeordnete Lehrpersonen:   Steinfath ,   Fakharian

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 10:15 bis
11:45
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts (GPR) gehören zu den Grundtexten der praktischen, insbesondere politischen Philosophie. Es handelt sich dabei um jenen Teil des Systems, in dem Hegel die Verwirklichungsbedingungen von Freiheit und damit zugleich seine Version des Guten expliziert. Die Grundlinien sind vieles in einem: Theorie des Rechts, Kritik der Moralität und Unterscheidung von Moral und Sittlichkeit, Skizze der sich herausbildenden bürgerlichen Gesellschaft, Rechtfertigung des Staates und Entwurf der Weltgeschichte als Weltgericht. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1820 sind sie Gegenstand einer fortlaufenden, kontroversen Rezeptionsgeschichte, die Hegel (um nur einiges zu nennen) mal als konservativen Apologeten des preußischen Staates, mal als verkappten Liberalen und Theoretiker der Freiheit, mal als Kommunitaristen avant la lettre, mal als geistigen Vorbereiter des Totalitarismus, mal auch als Vorlage für die marxistische Kritik und Theoriebildung gesehen hat. Sie sind ein klassischer Text, der seine "Zeit in Gedanken erfaßt" (GPR, Vorrede) oder es wenigstens versucht, und damit zugleich anregt, über die Bedingungen von Freiheit nachzudenken und die eigene Gegenwart auf den Prüfstand zu stellen.

Hegel ist kein einfacher Autor, obwohl die GPR zu seinen zugänglicheren Werken zählen. Wir werden deswegen nicht das ganze Buch gemeinsam lesen. Ein Schwerpunkt soll auf der Diskussion der Einleitung sowie des Verhältnisses von Moralität und Sittlichkeit liegen.



Voraussetzungen:

Von den Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern werden die regelmäßige Teilnahme und die Bereitschaft zu intensiver Lektüre erwartet.



Literatur:

Zugrunde gelegt wird folgende Ausgabe: G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: mit Hegels eigenhändigen Notizen und den mündlichen Zusätzen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2015.

Aus der sehr umfangreichen Sekundärliteratur sei zunächst hingewiesen auf:

Brooks, Thom. (2012). Hegel"s Philosophy of Right, Malden MA: Wiley-Blackwell.

Neuhouser, Frederick. (2000). Foundations of Hegel"s Social Theory: Actualizing Freedom, Cambridge Mass: Harvard University Press.

Riedel, Manfred. (1975). Materialien zur Rechtsphilosophie, 2 Bände, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Siep, Ludwig. (2017). G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, Klassiker Auslegen, Berlin, Boston: De Gruyter.



SoSe 2021    4508808     Hauptseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Klingner

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 14:15 bis
15:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Rationale Überlegungen zur Möglichkeit einer postmortalen Existenz sowie zur Eigenart postmortaler Zustände sind so alt wie die europäische Philosophie selbst. Für eine philosophische Auseinandersetzung mit ihnen sind vor allem zwei Punkte zu beachten: Erstens zeichnen sie sich durch eine enge Verflechtung metaphysischer, erkenntnistheoretischer und moralphilosophischer Prämissen und Argumente aus, die zu entwirren nicht selten eine besondere Herausforderung darstellt. Zweitens gilt es in ihrem Fall in besonderem Maße, den jeweiligen historischen Kontext zu berücksichtigen, um ihre Bedeutung möglichst vollständig zu verstehen, wozu auch ihre existenzielle, gesellschaftliche oder theologische Relevanz gehört.

Im Hauptseminar werden ausgewählte Texte aus der Philosophie der Antike, des Mittelalters, der frühen Neuzeit und der Aufklärung gelesen und diskutiert.

Die Texte werden zur Verfügung gestellt.



SoSe 2021    4508809     Hauptseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   25     Dozent:   Martena

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Mittwoch 16:15 bis
17:45
wöch. 14.04.2021 bis
14.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Prüfungsvorleistung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   mdl.Prf. 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Frühdialogen tritt der platonische Sokrates immer wieder an, um die Positionen konkreter Sophisten einer Prüfung zu unterziehen.  Im späten Dialog "Sophistes" dagegen schweigt Sokrates. Stattdessen betritt ein mysteriöser Fremder aus Elea die Bühne, der sich gemeinsam mit seinem Gesprächspartner auf die Suche nach dem Wesen des Sophisten selbst begibt. Diese Ausgangsfrage führt sie immer tiefer hinein in Probleme von Sein und Nichtsein, wahrer und falscher Rede, und schließlich zur Entdeckung der Wissenschaft der freien Menschen, sprich: der Philosophie.

Im Seminar werden wir den anspruchsvollen Text gemeinsam lesen und diskutieren. Dabei werden sowohl die begrifflich-argumentative Ebene in den Blick nehmen und versuchen, den Gedankengang in seinen einzelnen Schritten nachzuvollziehen. Wir werden aber auch die philosophische Bedeutung der literarischen und dramatischen Aspekte des Dialogs untersuchen.



Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende. Erfahrungen mit den Dialogen Platons sind wünschenswert. Kenntnisse des Altgriechischen sind hilfreich, aber nicht notwendig, da wir den Text in der deutschen Übersetzung lesen werden.



SoSe 2021    4508811     Hauptseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   40     Zugeordnete Lehrpersonen:   Schroth ,   Weber-Schroth

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Donnerstag 08:30 bis
10:00
wöch. 15.04.2021 bis
15.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Länger zu leben oder gar unsterblich zu sein ist ein alter Menschheitstraum. Ob Unsterblichkeit wirklich wünschenswert ist, kann bezweifelt werden. Eine etwas oder auch deutlich längere Lebensspanne ist aus Sicht des einzelnen Menschen vielleicht durchaus wünschenswert. Aber die Frage, ob es sich bei einem solchen verlängerten Leben wirklich um ein gutes Leben handelt und eine solche Verlängerung daher erstrebt werden sollte, wird nicht von allen Autoren positiv beantwortet.
John K. Davis widmet sich in seinem Buch New Methuselahs. The Ethics of Life Extension zunächst den gängigen kritischen Einwänden. Sein eigener Fokus liegt jedoch auf der Frage, welche Auswirkungen eine (deutlich) längere Lebenserwartung auf die Gesellschaft als Ganze hat und welche Folgen sich daraus ergeben.
Wir wollen im Seminar auf Grundlage dieser neueren Veröffentlichung den unterschiedlichen Aspekten des Themas der Lebensverlängerung nachgehen.

Das Seminar findet in wöchentlichen BBB-Sitzungen statt.



Literatur:

Literatur:
John K. Davis, New Methuselahs. The Ethics of Life Extension, Cambridge, Mass., London 2018.



SoSe 2021    4509065     Hauptseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Poljansek

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 18:00 bis
20:00
14tägl 19.04.2021 bis
12.07.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Freitag   schriftliche Prüfung 16.07.2021 bis
16.07.2021
 
Freitag   Abgabe Essay 23.07.2021 bis
23.07.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Andere Prf. form 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Mittwoch   Abgabe Hausarbeit 15.09.2021 bis
15.09.2021
 



Kommentar:

Die Phänomenologie setzt methodisch an der bewussten Erfahrung an und klammert dabei all dasjenige ein, was über den Bereich dessen hinausgeht, was sich in der Erfahrung selbst zeigt. Diese Einklammerung betrifft zunächst die vermeintlich an sich seiende Realität jenseits des in der Erfahrung Gegebenen, betrifft aber somit auch die Realität anderer Subjekte als jeweils für sich eigenständiges Bewusstsein. Der phänomenologische Ansatz scheint somit bedroht, in einen 'Solipsismus" zu kollabieren, der nicht über die Immanenz des Bewusstseins des Einzelnen hinausreicht.

Husserl hat sich vor dem Hintergrund dieser Schwierigkeit in seinem Denken intensiv und wiederholt mit der Frage auseinandergesetzt, welchen Status "andere Ego"s" aus phänomenologischer Perspektive eigentlich haben, "die doch nicht bloße Vorstellung und Vorgestelltes in mir sind, […] sondern sinngemäß eben Andere" (Cartesianische Meditationen, V. Meditation). 

Im Seminar wollen wir in gemeinsamer genauer Lektüre und Diskussion den Fragen nachgehen:

1) Wie rechtfertigt Husserl die These, dass wir in der Erfahrung Zugang zu "sinngemäß Anderen" haben?

2) Welche Rolle spielen Andere bei der Konstitution einer gemeinsamen (Kultur-)Welt?

3) Welche Rolle spielen andere bezüglich der Frage nach möglicher "Objektivität"?

Dabei werden wir uns zwar auf Husserl konzentrieren, aber auch weitere Phänomenolog*innen bezüglich der Frage nach dem phänomenologischen Status des oder der Anderen zu Rate ziehen.



Literatur:

Zur Vorbereitung sei die Lektüre der V. Meditation von Husserls Cartesianischen Meditationen empfohlen. (Bitte nicht verzweifeln, wenn Sie bei der Lektüre nicht alles oder wenig verstehen - dafür haben wir das Seminar.)



SoSe 2021    4509191     Hauptseminar    2 SWS    Leitung Philosophisches Seminar Teilnehmer/-in:   30     Dozent:   Martena

Termine

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Montag 10:00 bis
15:30
Einzel 02.08.2021 bis
02.08.2021
 
keine Angabe 15:00 bis
20:00
Block+Sa 05.08.2021 bis
07.08.2021
 
Montag 10:00 bis
15:00
Einzel 09.08.2021 bis
09.08.2021
 

Prüfungstermine:

Tag Zeit Turnus Termin fällt aus am Lehrperson Raum
Dienstag   schriftliche Prüfung 31.08.2021 bis
31.08.2021
 
Mittwoch   Abgabe Essay 15.09.2021 bis
15.09.2021
 
Freitag   Abgabe Hausarbeit 15.10.2021 bis
15.10.2021
 
Freitag   Andere Prf. form 15.10.2021 bis
15.10.2021
 



Kommentar:

Die Philosophie kann heute wie eine wissenschaftliche Disziplin neben anderen erscheinen. Sie ist als solche institutionalisiert, professionalisiert und wird an Universitäten gelehrt und gelernt wie andere Wissenschaften auch. Professionelle Philosophierende treten als Vertreter*innen dieser Wissenschaft auf, die Beiträge zum akademischen Forschungsdiskurs leisten und die Philosophie in Form eines kanonischen Wissens vermitteln.

In Vergessenheit geraten kann angesichts dieses Betriebs, mit welchem radikalen, eminent praktischen, auch existentiellen Anspruch die Philosophie in ihrer Geschichte immer wieder aufgetreten ist. Zu erinnern wäre hier etwa an die platonische Konzeption der Philosophie als 'Umwendung der ganzen Seele" sowie weitere antike Spielarten von Philosophie als Lebensform und geistiger Übung, an Spinozas Therapeutik der Emotionen, Husserls Epoché der natürlichen Einstellung oder Wittgensteins Begriff von Philosophie als Arbeit an sich, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei allen fundamentalen Differenzen haben diese Entwürfe gemeinsam, dass Philosophie hier nicht als bloße Wissenschaft, sondern als Praxis gefasst wird, die den Philosophierenden in seinem gesamten Selbst-, Fremd- und Weltbezug verändert. Oft wurde damit auch die Hoffnung verbunden, dass auf diesem Weg nicht nur der Einzelne, sondern die ganze Gesellschaft verändert werden kann.

Die Lehrveranstaltung soll sich mit der Geschichte und Aktualität einer solchen Vorstellung von Philosophie beschäftigen. Das Format ist dabei unüblich: Es wird zwei reguläre Blocktermine in Form von Videokonferenzen mit vorbereitender Lektüre und Diskussionen geben. Hinzu kommt die Teilnahme an einer philosophischen Fachtagung, die an drei Nachmittagen Anfang August ebenfalls online stattfindet wird (Organisation: Laura Martena und Niklas Grouls). Die Tagung besteht aus Vorträgen von Fachkolleg:innen, die sich in historischer und systematischer Perspektive mit diesem Thema befassen, und anschließenden Diskussionsrunden. Der bisherigen Planung nach wird es u.a. Vorträge zu Platon und allgemeiner zur Antike, zur Phänomenologie und zum Pragmatismus geben. Der Veranstaltungsplan wird Anfang Juli veröffentlicht (auch auf der Homepage des Philosophischen Seminars).

Studierende, die Interesse am Thema haben, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Wer sich gern vertieft damit beschäftigen und für die Veranstaltung auch Credit Points erwerben möchte, kann darüber hinaus an den beiden Blockterminen zur Vor- und Nachbereitung teilnehmen und dann auch eine Studien- bzw. Prüfungsleistung in den angegebenen Modulen erbringen (weitere Infos beim Vorbereitungstreffen).

Hier die Termine (inklusive Pausen) im Überblick:

  • Montag, 02.08.2021, 10:00-15:30 Uhr: Blocktermin I (Vorbereitung)
  • Donnerstag, 05.08.2021, 15:00-20:00 Uhr: Tagung (Tag 1)
  • Freitag, 06.08.2021, 15:00-20:00 Uhr: Tagung (Tag 2)
  • Samstag, 07.08.2021, 15:00-20:00: Tagung (Tag 3)
  • Montag, 09.08.2021, 10:00-15:00 Uhr: Bocktermin II (Nachbereitung)


Organisatorisches:

Studierende, die teilnehmen und sich dies als Lehrveranstaltung anrechnen lassen möchten, melden sich bitte regulär an und zusätzlich bis zum 11.07.2021 per Mail bei mir ( laura.martena@uni-goettingen.de, Betreff: "Blockseminar"). Bitte schreiben Sie mir auch einige Worte dazu, was Sie am Thema interessiert und wie sie damit in Ihrem bisherigen Studium oder darüber hinaus eventuell schon einmal in Berührung gekommen sind.

Studierende, die lediglich an (einem Teil) der Tagung teilnehmen möchten, ohne Credits zu erwerben, können sich ebenfalls gern auf diesem Weg anmelden. Sie bekommen dann die Zugangsdaten.


 
Die Überschrift B.Phi.12A Schulische Vermittlungskompetenz (Fachdidaktik) aufklappen